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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 12:31 Uhr

Neujahrsempfang : Lägerdorf im Aufwärtstrend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bürgermeister Heiner Sülau betont zum Jahresauftakt die positive Entwicklung der Gemeinde.

von
erstellt am 19.Jan.2016 | 05:00 Uhr

„Lägerdorf ist ein weltoffener und kinderfreundlicher Ort, und wir glauben weiter fest daran, diesen Ort positiv in die Zukunft zu führen“, betonte Bürgermeister Heiner Sülau in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang der Gemeinde. Großer Applaus der zahlreichen Besucher in der Mehrzweckhalle bekräftigte die Aussage des Dorf-Chefs, der zuvor auf die Entwicklung der Gemeinde eingegangen war.

Die Gemeinde Lägerdorf erfreut sich steigender Einwohnerzahlen. Waren es im vergangenen Jahr noch 2500, verzeichnet die Gemeinde jetzt 2630 einwohner. „Wahrscheinlich werden es zum Jahresende 2700 sein“, meinte Bürgermeister Heiner Sülau. Lägerdorf rücke dem Ziel der Gemeindevertretung, irgendwann die 3000 zu überschreiten, immer näher. Dabei unterstrich Sülau die multikulturelle Vielfalt Lägerdorfs. 202 Mitbürger stammen aus 25 Ländern, die meisten aus Polen, Griechenland, Syrien, Afghanistan, Bulgarien, Albanien, Mazedonien, der Russischen Förderation und Serbien. Integration wird in Lägerdorf groß geschrieben, um die Flüchtlinge im Ort kümmert sich ein Team aus etwa 20 Frauen und Männern um Gisela Brinkmeier. Sülau wies auf Patenschaften und diverse Aktivitäten.

„Lägerdorf ist lebenswert und es macht Spaß, sich für die Gemeinde einzusetzen“, fügte Sülau hinzu. Alles andere als langweilig. Sülau erinnerte an Schwerpunkte im vergangenen Jahr – beispielsweise Rathaussanierung, Freibad-Reparaturarbeiten und Entwicklung des Kampgeländes, wo sich der Nettomarkt neu ansiedeln soll. Im Wiesenweg sind zirka 20 Häuser geplant, an der A  23 das Industrie- und Gewerbegebiet. Beides birgt allerdings Probleme. Auf dem Gelände hinter der Fläche Wiesenweg soll eine große Kreidegrube entwickelt werden. Und gegen das Gebiet an der A  23 sind massive Einwände eingegangen. „Da stellt sich die Frage, ob wir das überhaupt weiterentwickeln können. Aber wir sind da noch am Ball.“ Großes Thema in der Gemeinde ist die Breitbandversorgung, deren Vermarktung jetzt beginnt. Lägerdorf zeichne sich auch durch seine Fördervereine für Freibad und Schule, funktionierende Jugendarbeit und Vereinsarbeit aus.

Besonderen Dank für die Vorbereitung des Empfangs richtete Sülau an das Organisationsteam Manuela Streich, Jörg Anders, Jürgen Tiedemann sowie Karl-Heinz Gülck. Ebenso an die musikalischen Begleiter der Veranstaltung. In Erinnerung an den Gründer Richard Hecker und an Eike Mahn, der zuletzt Dirigent des ehemaligen Jugendblasorchesters Lägerdorf war, hatten sich etwa 30 Musiker von einst zusammengefunden, um noch einmal als Orchester auf der Bühne zu stehen. Und sie begeisterten. „Es ist super, dass ihr diese Idee hattet“, bekräftigte der Bürgermeister.

Auch sonst stand der Empfang vor dem Hintergrund der Erinnerungen – aus dem Fundus des Heimatmuseums Lägerdorf konnten die Besucher auf Leinwand projizierte Fotos von einst betrachten, und in Anlehnung an die früheren Rosenmontagssitzungen stand noch einmal Helga Löper am Rednerpult, um kleine Anekdoten in ostpreußischer Mundart zum Besten zu geben. Sie erntete dabei so einige Lacher.

Über Jahrzehnte besonderes ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde würdigte die Auszeichnung zweier verdienter Lägerdorfer. Fünf Vorschläge waren dazu im Vorfeld eingegangen, zwei hatten sich nach dem Anschreiben durch die Gemeinde nicht gemeldet. Einer konnte aus Urlaubsgründen nicht teilnehmen. So nahmen Hannelore Böge und Gerit Skottke aus den Händen von Gemeindevertreter Jörg Anders und Bürgermeister Heiner Sülau Ehrenurkunde und Blumen entgegen. Die jeweilige Laudatio hielt Jörg Anders. Hannelore Böge und Gerit Skottke haben sich mit ihrem Einsatz im TSV Lägerdorf einen besonderen Namen gemacht.

Hannelore Böge war 1978 als 24-Jährige in den Verein eingetreten. „Sport und Turnen sind ihr Ding“, so Anders. Über 20 Jahre leitete sie die Turnsparte. „Eine tolle Leistung.“ Besonders lobte Anders ihre „permanente Bereitschaft, sich weiterzubilden“. Dadurch lag der TSv auch in den Trendsportarten immer vor - beispielsweise mit Pilates und Zumba. Andere Sportarten begleitete Hannelore Böge parallel, auch der Erhalt des Freibades lag ihr stets sehr am Herzen. Nun wolle sie in den Ruhestand wechseln und etwas kürzer treten. „Das kann man schwer glauben“, meinte Anders.

Genauso wenig wie bei Gerit Skottke. „Auch wenn der TSV und Fußball nicht mehr die Nummer eins sein werden, so doch sicher die Nummer zwei“, meinte Anders, nachdem er Skottkes sportliche Vergangenheit im TSV hatte Revue passieren lassen. Als Elfjähriger war Gerit Skottke 1964 in den Verein eingetreten, ist nun im 52. Jahr Mitglied. „Eine wahnsinnig lange Zeit“, so Anders. Auch Skottke habe sich in diesen Jahren weit über die bloße Mitgliedschaft ins Vereinsleben eingebracht. Erst war er selbst leidenschaftlicher Spieler, Co-Trainer und Betreuer, mit 30 Jahren auch Trainer der Jugendmannschaft. Später Trainer der Herrenmannschaft. Er war im Vorstand – sieben Jahre als TSV-Vorsitzender – und als Ligaverantwortlicher aktiv. „Ein Urgestein des Vereins.“

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