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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 20:48 Uhr

kriminordica : Kurzweil mit Krimis und Musik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit Musik und Spannung unterhält der Krimitag Reloaded in der Itzehoer Lauschbar. Diverse Autoren lesen aus ihren Werken.

„Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir“ – es ging zwar nicht um einen Massenmord, doch das Lied über den Serienmörder Fritz Haarmann stimmte auf den Abend ein. Der „Krimitag Reloaded“ in der Lauschbar wurde von Richard Rossbach musikalisch eröffnet und brachte Einblicke in die Arbeit der Polizei und die Anatomie des Menschen.

Das Autorenduo Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer präsentierte seinen Debütroman „Tod am Strand“. Der Krimi spielt in Eckernförde, und während Rüskamp las, schob Neubauer immer wieder Informationen über Ort, Leute und das Schreiben an sich ein. Dabei ging es um die Pornopolizei am Swingerstrand von Aschau, das Gummibootrennen „Gumm Prix“ in bunten Kostümen und Musik. Neubauer sang „Ecktown, meine Stadt am Meer“ und schuf so für Moderator Rossbach den Übergang zu Eva Almstädt.

Die Schriftstellerin las ihre makabre Kurzgeschichte „Schaben im Paradies“, die eigentlich in Bargteheide spielt, wo Almstädt wohnt. Für die Lesung hatte sie den Ort des Geschehens nach Itzehoe verlegt, in eine alte Villa in der Breitenburger Straße, wo es einer Maklerin bald an den Kragen geht.

Musikalisch leitete Rossbach zu Cornelius Hartz über. Der Hamburger produzierte mit den Ausführungen des Rechtsmediziners in seiner Kriminalgeschichte „Brook und der Skorpion“ Gefühle zwischen Ekel und Faszination: Der an einen Baum gefesselte Tote war verstümmelt und erstickt. Außerdem wies seine Haut ein geritztes Muster auf – viel zu tun für Kommissar Brook.

Für Autorin Sina Beerwald, die im Sturm auf Sylt fest saß, war Jan Schröter eingesprungen, der aus seinem Buch „Nur mal kurz und schon vorbei“ den Kurzkrimi „Schreibtischtäter“ vorlas. In dieser ist er selbst einer der Protagonisten bei einer Krimilesung in der Hamburger Speicherstadt. Die Gedanken begeben sich auf die Reise: Was wäre, wenn – und wie wird man dann den Partner oder die Partnerin los?

Alle Autoren lasen ausdrucksstark, gaben ihren Figuren eigene Stimmen und hatten Spaß am Vortrag der anderen. Ebenso das Publikum, das sich die am Büchertisch erworbene Lektüre gleich signieren ließ.

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erstellt am 30.Okt.2013 | 17:51 Uhr

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