Benefizaktion : Kunst aus Wacken soll Jugendlichen helfen

Werben für Triebwerk und das Action Painting in Wacken: Lara Wilke, Martin Eick, Jens Hahn, Maren Badtke, Orhan Cölok und Holger Hübner (v. l.).
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Werben für Triebwerk und das Action Painting in Wacken: Lara Wilke, Martin Eick, Jens Hahn, Maren Badtke, Orhan Cölok und Holger Hübner (v. l.).

Besucher haben Bilder gemalt, die jetzt verkauft werden sollen.

shz.de von
03. Juli 2015, 05:41 Uhr

Harte Zeichnungen auf weichem Papier, wildes Wacken für einen guten Zweck – es ist eine besondere Kooperation, die sich auf den Bildern zeigt, die jetzt in der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) am Langen Peter 27b zu sehen sind. Dort sind Zeichnungen und Aquarelle von Besuchern des Wacken Open Air (WOA) zu sehen, die diese mittels Action Painting auf Papier oder Leinwand gebracht haben. „Wir wollen damit auf das Projekt Triebwerk der AGS aufmerksam machen“, sagt WOA-Chef Holger Hübner. In dem Projekt bekommen Jugendliche und junge Erwachsene, die das aus eigener Kraft nicht schaffen, die Chance, eine Lehre oder einen Job zu bekommen, erläutert AGS-Geschäftsführer Martin Eick. Die Erfolgsquote des seit zwei Jahren laufenden Projektes sei hoch. „Unsere Vermittlungsquote beträgt 45,7 Prozent“, sagt Triebwerk-Projektleiter Jens Hahn.

Einer, den er betreut, steht direkt neben ihm: Orhan Cölok. Der 24-jährige Glückstädter macht sich dank des Projektes große Hoffnungen, einen Ausbildungsplatz als Physiotherapeut zu bekommen. Und er hat auch gleich ein paar Tipps für das Action Painting, das es auch in diesem Jahr wieder im Kunstzelt auf dem WOA geben soll. „Vielleicht könnte man mal einen Bauzaun nehmen, sich anmalen und dann dagegen springen.“

Ob das klappt, ist unklar. Klar ist hingegen, dass auf dem WOA die Kunstwerke von 2014 verkauft werden. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an Triebwerk und die Wacken Foundation, sagt Lara Wilke von der Foundation. Neben dem guten Zweck sei die Aktion für manchen WOA-Besucher eine Chance, sagt Künstlerin Maren Badtke, die auch ein Bild beigesteuert hat: „Das ist ein Rückzugsraum, in dem man, auch wenn es drumherum laut ist, beim Malen ganz für sich sein kann.“

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