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Kulturverein : Kulturverein: Kündigung vom Tisch

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die IHB-Fraktion wollte den Betreibervertrag für das Pumpenhaus mit dem Verein für Kultur und Geschichte kündigen. Der Antrag fand im im Finanzausschuss allerdings keine Mehrheit. Der Verein hat im Pumpenhaus ein Museum eingerichtet.

Ohne Wenn und Aber – der Verein für Kultur und Geschichte bleibt Hausherr im Pumpenhaus. Der Betreibervertrag zwischen Verein und Gemeinde wird nicht gekündigt. Der Antrag der Interessengemeinschaft Hohenlockstedter Bürger (IHB), den Vertrag zum 31. Dezember 2014 zu kündigen, wurde mit den Stimmen aller anderen Fraktionen im Finanzausschuss abgelehnt. 2002 wurde der Vertrag zwischen Gemeinde und Verein für zwölf Jahre geschlossen, bis zum 31. Dezember 2013 hätte die Gemeinde die Möglichkeit, ihn zu kündigen. Der Kern der Vereinbarung: Die Gemeinde trägt die Bewirtschaftungskosten (6700 Euro), der Verein betreibt das Museum im Pumpenhaus, organisiert Ausstellungen und füllt es mit Leben.

Die IHB wollte jetzt die Vertragsbedingungen neu verhandeln – „ergebnisoffen“, wie Ausschussmitglied Uwe Thiem betonte. „Wir hätten jetzt eineinhalb Jahre Zeit, einen neuen Vertrag auszuarbeiten.“ Es könne nicht sein, dass dieser sich nach zwölf Jahren automatisch verlängere, man müsse darüber diskutieren.

Mit dieser Meinung stand Thiem im Ausschuss allerdings allein. „Der Verein macht eine tolle Arbeit, und das Museum ist ein Aushängeschild für unsere Gemeinde“, betonte Katja Settmacher (BfH). Auch ihr Fraktionskollege Klauspeter Damerau sah keine Notwendigkeit, den Vertrag zu ändern oder zu kündigen. „Es wäre für den Verein für Kultur und Geschichte eine schallende Ohrfeige, wenn wir kündigen.“

Ähnlich bewertete der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit den IHB-Antrag. Der Verein sei eine Bereicherung für den Ort. Und gerade vor der großen Ausstellung 100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg sei eine Kündigung ein „schlechtes Signal“.

Der Ausschussvorsitzende Carsten Fürst (BfH) erklärte, dass die Gemeinde bei den Konditionen gut wegkomme. Der Verein betreibe das Museum und stelle die Menpower. „Wir können uns nicht verbessern, nur verschlechtern.“

Der Verein für Kultur und Geschichte betreut das Museum und den angrenzenden Wasserturm in ehrenamtlicher Arbeit. Regelmäßig gibt es Ausstellungen, darüber hinaus beherbergt das Museum die Dauerausstellung über das Königlich-Preußische Jägerbataillon Nr. 27.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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