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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 07:47 Uhr

Wilster : Kulturhaus wird zum Wohnzimmer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wenn nicht getanzt wird, gibt es Gelegenheit zum gemütlichen Klönschnack in der Einrichtung am Markt.

„Ich genieße es, dass ich nur über den Markt gehen muss. Das Kulturhaus ist mein zweites Wohnzimmer.“ Karin Lindau freute sich über das intensive Festtagsprogramm des Kulturhauses und traf sich nicht nur Heiligabend mit alten und neuen Bekannten zum Grünkohlessen, sondern genoss auch das Konzert am ersten sowie Nachmittagsangebot am zweiten Weihnachtstag. Wie jeden Sonntag holte Anton Brade das große antike Grammophon zur Tanzfläche und legte Schellackplatten zum Foxtrott auf.

Die Gelegenheit zum Tanzen nahmen die Besucher am Festtag allerdings nicht wahr. „Ich bin vor allem zum Kaffee und Kuchen gekommen, habe den Foxtrott beim Lesen gar nicht richtig wahrgenommen“, erzählt Gudrun Körner schmunzelnd. Aber das nächste Mal will sie passende Schuhe anziehen. „Es wird unterschiedlich angenommen. Wenn Gruppen kommen und einer anfängt, läuft auch der Foxtrott ganz gut“, berichtet Kulturhausleiter Anton Brade über sein regelmäßiges Sonntagsprogramm, das er nach der kurzen Winterpause auch im nächsten Jahr weiterführen will.

Ihm liegt vor allem das regelmäßig offene Haus am Herzen, das auch Besucher aus der Nachbarschaft oder Frauen allein zum Besuch animiert. Karin Lindau, die 40 Jahre lang mit ihrer Familie in St. Margarethen wohnte und vor zwei Jahren nach dem Tod ihres Mannes in die Deichstraße gezogen ist, trifft an diesem Nachmittag zufällig auf zwei befreundete Ehepaare, die sie miteinander bekannt macht. In größere Runde lassen sich alle beim Klönschnack Stollen und Kekse schmecken. Sie tauschen sich über die Renovierung alter Häuser aus, was Gudrun und Werner Körner in Poßfeld schon hinter sich haben, während Werner und Antje Habke in ihrem Haus am Deich in St. Margarethen gerade mittendrin stecken und dankbar sind für Tipps.

Reiseziele sind das nächste Thema, da Karin Lindau gern einmal nach Neuseeland möchte. Und nachdem sich alle auch über die neueste Entwicklung zu Windkraftanlagen ausgetauscht haben, greift Karin Lindau nach dem Abschied zu ihren Walkingstöcken und dreht noch eine Runde durch die Stadt, bevor sie am Abend in ihre Wohnung in der Deichstraße zurückkehrt.


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