Ausstellung in Glückstadt : Kümmerer für die Bahn

Ausstellungerarbeitet: Jürgen Friese, Vorsitzender der Freunde der Marschbahn.
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Ausstellungerarbeitet: Jürgen Friese, Vorsitzender der Freunde der Marschbahn.

Eine Ausstellung über das Betriebsamt Glückstadt ist jetzt eröffnet worden – es ist der Beitrag der Eisenbahnfreunde zum Kulturmärz.

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13. März 2018, 04:52 Uhr

Rund 50 Jahre ist es her, dass das Betriebsamt der Deutschen Bundesbahn in Glückstadt aufgelöst wurde. Dies nahm der Verein „Freunde der Marschbahn Glückstadt/BSW“ zum Anlass, seine Geschichte in einer Ausstellung zu beleuchten. Die Ausstellung wurde von Bürgermeisterin Manja Biel und dem Vorsitzenden der Freunde der Marschbahn, Jürgen Friese, feierlich eröffnet.

„Bereits seit dem vergangenen Jahr haben die Vereinsmitglieder die Ausstellung vorbereitet“, berichtet Jürgen Friese (65). „Viele Exponate stammen aus den Beständen der Mitglieder.“ Er sei aber selbst auch zur Recherche ins Staatsarchiv nach Hamburg und ins Landesarchiv nach Schleswig gefahren. Zusammengekommen sind zahlreiche Fotos, Schriftstücke, Karten, Schilder und Schaukästen.

Der Besucher erfährt, dass in Glückstadt 1890 durch die Königlich Preußische Eisenbahndirektion ein Königliches Betriebsamt eingerichtet wurde. Später wurde es zum Betriebsamt der Deutschen Bundesbahn und schließlich 1967 aufgelöst. Seinen Sitz hatte es in der Bohnstraße. Heute ist das Gebäude ein Wohnhaus.

Zu den Aufgaben des Betriebsamtes zählten die Verwaltung des Grundeigentums der Bahn, die Ausführung und Überwachung des örtlichen Dienstes und sämtliche Angelegenheiten des Betriebes, der Bahnunterhaltung und der Bahnbewachung. Das Betriebsamt hat beispielsweise mitgewirkt beim Neubau der Bahnhöfe Glückstadt und Wilster sowie beim Bau der Bahnstrecke von St. Margarethen nach Brunsbüttelkoog.

Rund 50 Besucher hatten sich zur Ausstellungseröffnung eingefunden. Nach der Eröffnungsrede von Jürgen Friese gab Bürgermeisterin Manja Biel eine Einführung in die Geschichte des Betriebsamts Glückstadt. Als gelernte Facharbeiterin für Eisenbahnbau und Gleisbau bewegte sie sich hierbei thematisch auf vertrautem Terrain. Biel: „Trotz oder gerade wegen des speziellen Themas wünsche ich der Ausstellung viele, viele Besucher.“

Neben den Exponaten zum Betriebsamt informieren die Freunde der Marschbahn auch zu ihrer Vereinsarbeit. Es gibt eine Leseecke mit Eisenbahnbüchern und Zeitschriften sowie einen Info-Stand mit Eisenbahn-Souvenirs.

Seit vielen Jahren beteiligen sich die Marschbahn-Freunde mit einer Ausstellung am Kulturmärz. Anders als in den vergangenen Jahren findet sie jedoch nicht in den Räumen der Glückstädter Stadtwerke, sondern in privaten Räumen in der Schlachterstraße 5 statt. Bis einschließlich Sonntag, 25. März, ist die Ausstellung sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos, aber Spenden sind erwünscht.

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