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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 06:37 Uhr

Kühle Nächte sorgten für leere Becken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

5000 Besucher weniger als im vergangenen Jahr / 2016 soll Sprungturm saniert werden

von
erstellt am 22.Okt.2015 | 16:09 Uhr

Tolle Rutsche, erwärmtes Wasser – trotzdem fiel die Freibadsaison 2015 nicht so glänzend aus. Rund 5000 Besucher weniger als im Vorjahr zählte das Bad-Team unter Leitung von Schwimmmeister Michael Mitterer. Knapp 30  000 große und kleine Gäste nutzten die städtische Anlage von Mai bis Anfang September.

Die „nicht so berauschende Ziffer“ erklärte Mitterer im Ausschuss für Werke und Betriebe unter anderem mit den schwankenden Temperaturen des zurückliegenden Sommers. Wobei die kühlen Nächte auch die wohlig warmen Wassertemperaturen drückten.

Da die Anlage eine Zeit benötigt, um auf die angezeigten 23 Grad Celsius zu kommen, mussten die Frühschwimmer ihre Bahnen öfter in kühlerem Wasser ziehen. „Wenn es nachts kalt ist, macht die Heizung Probleme“, stellte Mitterer heraus. Aufgefangen werden könnten die Schwankungen durch eine Erhöhung der Solltemperatur auf 25 Grad, was aber nicht möglich sei.

Fachmann Steffen Möller (BFK) schüttelte den Kopf über die Anlage und riet, so schnell wie möglich den verantwortlichen Planer einzuschalten. Der Vorsitzende Reinhard Rübner (SPD) stimmte dem zu, zumal Mitterer auch von einem „enorm“ angestiegenen Gasverbrauch sprach. Die Sache solle vom „Bauamt angefasst und abgewickelt“ werden.


Zwei Duschen fehlen


Um das Bad auf Vordermann zu bringen, muss die Stadt noch mehr Investitionsmittel bereit stellen. Weiterer Kritikpunkt von Seiten der Gäste ist die veraltete und nicht ausreichende Duschanlage. Bei vollem Betrieb und eventuell zusätzlichem Besuch von Schulklassen reichten die jeweils drei Duschen im Damen- und Herrenbereich bei weitem nicht aus. Die Installation von je zwei zusätzlichem Duschmöglichkeiten sei ohne Probleme möglich und sollte erfolgen, bat der Schwimmmeister. Ernste Probleme bereitet außerdem der in die Jahre gekommenen Sprungturm. Mitterer unterstrich, dass in der Anlage insbesondere der „Fünfer“ ein Magnet für Jugendliche sei. Müsse das Bauwerk aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, träfe dies auch die Attraktivität des Bades insgesamt. Der Sicherheit dienen sollen weiterhin „Gabionen“ (mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) als Durchlaufbegrenzung in den Pflanzbeeten zum Schwimmerbecken.

Die drei Aspekte wurden im Ausschuss als dringlich erachtet und sollen in den Haushalt 2016 eingestellt werden. Zusätzliche technische Ausstattung wie Neuanschaffung eines Beckenbodensaugers und eine neue Eisfreianlage sowie Wünsche nach Babywipper, Schaukelsitz oder Strandkörben wurden hintangestellt.

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