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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 22:04 Uhr

Kudensee steckt tief in den roten Zahlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Trotz eines für das Jahr 2016 erwarteten Haushaltsfehlbetrages von 42  700 Euro sieht die Gemeindevertretung Kudensee keine Möglichkeiten für weitere Konsolidierungsmaßnahmen. Nach mehreren Maßnahmen in den vergangenen Jahren habe die Gemeinde zuletzt im Juli 2015 die Mieten für gemeindeeigene Wohnungen erhöht, stellten die Gemeindevertreter unter Vorsitz von Bürgermeisterin Anja Finke fest.

Die 127 Einwohner zählende Gemeinde geht im Jahr 2016 bei einem Haushaltsvolumen von 184  400 Euro mit 42  700 Euro in die roten Zahlen. Das Haushaltsdefizit wird sich nach Berechnungen der Verwaltung bis 2019 auf rund 120  000 Euro anhäufen. Umso dankbarer ist die Gemeinde, dass der Kreis Steinburg dem Antrag der Gemeinde auf Fehlbetragszuweisung für das Jahr 2014 entsprochen und diesen inzwischen auch in voller Höhe auf das Gemeindekonto überwiesen hat. Große Sprünge kann die Gemeinde dennoch auch 2016 nicht machen. Investitionen sind 2016 nur in Höhe von 1000 Euro für die Feuerwehr vorgesehen. Dafür werden vermutlich im Februar die Handfunkgeräte für den neuen Digitalfunk geliefert. Für 1600 Euro wurde bereits das Löschfahrzeug mit Digitalfunk ausgerüstet.

Um den Haushalt überhaupt noch finanzieren zu können, muss die Gemeinde ihr Eigenkapital angreifen. Es wird von 146  000 Euro auf null abgebaut. Die Steuerhebesätze bleiben mit 370 Prozent für die Grundsteuer A (Landwirtschaft), 390 Prozent für die Grundsteuer B (Wohngrundstücke) und 370 Prozent für die Gewerbesteuer unverändert.

„Der Breitbandausbau kommt gut voran“, bestätigte die Bürgermeisterin. Anja Finke geht davon aus, dass 2016 die Vermarktungsphase der Hausanschlüsse in der Wilstermarsch aufgenommen wird. Dabei sollen auch die Möglichkeiten für den Anschluss abgelegener Häuser im Bereich Sushörn geprüft werden.

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