Investition : Kruse erweitert für 5 Millionen Euro

Rund 1000 Quadratmeter umfasst die Grundfläche der im Bau befindlichen Lagerhalle, die unmittelbar an die des Hochregallager 1 angebaut wird, Nebenher  soll die  Hoffläche  für das Abstellen von Flüssigcontainern und Schwerlasten fit gemacht werden.
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Rund 1000 Quadratmeter umfasst die Grundfläche der im Bau befindlichen Lagerhalle, die unmittelbar an die des Hochregallager 1 angebaut wird, Nebenher soll die Hoffläche für das Abstellen von Flüssigcontainern und Schwerlasten fit gemacht werden.

Die Brunsbütteler Spedition Friedrich A. Kruse jun. investiert in den Standort. Auf der Südseite des Kanals entsteht eine neue Lagerhalle, zudem wird das Betriebsgelände umgestaltet. Kosten: rund fünf Millionen Euro.

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12. November 2013, 11:55 Uhr

Mit einer Gesamtinvestition von rund fünf Millionen Euro baut das Brunsbütteler Speditionsunternehmen Friedrich A. Kruse jun. seinen Heimatstandort an der Fährstraße aus und sichert damit die Zukunft von 200 Arbeitsplätzen auf der Brunsbütteler Südseite. Weitere 165 Beschäftigte sind in Logistikunternehmen in Leverkusen und Bremerhaven im Einsatz.

Den größten Teil der Baumaßnahmen, mit denen schon im August begonnen wurde, möchte Firmenchef Friedrich A. Kruse jun. noch in diesem Jahr weitestgehend abschließen. Herzstück ist der Bau einer Lagerhalle mit einer Grundfläche von rund 1000 Quadratmetern und einer Höhe von knapp zehn Metern. Mit der neuen Halle als Anbau an das erste von inzwischen drei Hochregallagern auf dem Firmenareal soll der Güterumschlag noch effizienter werden. „Wir können das Hochregallager dann noch effektiver nutzen“, berichtet Kruse. In der neuen Halle würden die Paletten für die Einlagerung in den Hochregalen vorbereitet. Andererseits könnten Paletten, die nicht genormt seien, dort zwischengelagert werden. „Ins Hochregal kommen nur genormte Paletten, und das sind etwa 85 Prozent aller Paletten“, erklärt der Unternehmer.

Die neue Lagerhalle muss als massives Betonbauwerk errichtet werden, weil dies als direkter Anbau an das Hochregal aus brandschutztechnischen Gründen vorgeschrieben ist. Die Ausmaße sind schon jetzt beeindruckend. Die Betonteile ruhen auf 50 Beton-Doppelpfählen, die bis zu 28 Meter tief in den tragenden Baugrund gerammt wurden. Der Hallenboden liegt gut einen Meter über dem Niveau des Firmengeländes, damit die Lkw rückwärts zum Be- und Entladen an fünf Ladetore andocken können.

Darüber hinaus lässt die Spedition Kruse den gesamten über 1,3 Hektar großen Hofplatz zur Hälfte betonieren, um ihn auch für die Lagerung von Flüssigkeiten fit zu machen. Die andere Hälfte des Freigeländes soll mit einem Spezialpflaster auch für Schwerlasten vorgehalten werden. Das bisherige Betonsteinpflaster ist im Lauf der Jahre brüchig geworden – nicht zuletzt durch dem zunehmenden Containerumschlag und den damit verbundenen Einsatz von Containerstaplern. „Das Pflaster wird komplett ausgebaut und weggeworfen“, sagte Friedrich A. Kruse, um dann aber doch abzuwiegeln: „Es wird gebrochen und als Betonrecycling für den Ausbau der Hoffläche wiederverwendet.“

Als drittes sollen die Platten, mit denen das schon seit 20 Jahren bestehende betriebseigene Anschlussgleis überfahrbar gemacht wird, ausgebaut, das Niveau angeglichen und dann wieder neu verlegt werden.


Neue Steuerungstechnik fürs Hochregallager


Noch weit bis ins nächste Jahr wird sich die Aufrüstung der gesamten Steuerungs- beziehungsweise Prozessleittechnik für die drei Hochregallager hinziehen. „Mit Siemens S7 wird sie auf den neuesten Stand der Technik gebracht“, blickt der Logistikunternehmer nach vorn. Die Umrüstung könne immer nur an den Wochenenden vorgenommen werden, wenn der Güterumschlag weitgehend zurückgefahren werde. Bei laufendem Betrieb könnten Fehler bei den Arbeiten zu einem Chaos führen.

Ein weiterer Bauabschnitt ist die Schaffung von rund 14 000 Quadratmetern Lkw-Stellplätzen auf der Nordseite des Kruse-Geländes. Dort wird das Gelände durch Schotter und Asphaltrecycling als „temporäre Abstellfläche“, wie es Friedrich A. Kruse bezeichnete, hergerichtet. Damit soll die Option offen bleiben, dort bei Bedarf auch zusätzliche Gebäude errichten zu können. Mit der zusätzlichen Parkfläche werde es erstmalig wieder möglich gemacht, für alle 65 Lastzüge der Spedition Stellplätze auf dem Firmengelände vorzuhalten. „Bisher mussten wir schon externe Stellplatzflächen anmieten. Das wird dann nicht mehr nötig sein“, so Kruse weiter. Außerdem werden an der Seite zur Schleswiger Straße 200 neue Parkplätze für die Mitarbeiter entstehen.

Pro Tag verlassen 180 Lkw, beladen mit rund 200 Containern oder verpackter Ware, den Standort oder kehren von einer Tour zurück. Damit werden pro Jahr rund 300 000 Tonnen umgeschlagen.

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