Nach der Entscheidung : Kritik von der Fassaden-Initiative

izniessing

Die Fassaden-Initiative ist wenig begeistert von der Kreistagsentscheidung zum Kreishaus.

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27. Juni 2015, 07:00 Uhr

„Selbstverständlich“ sei sie auch nach der Kreishaus-Entscheidung weiter für den Erhalt der Fassaden in der Viktoriastraße – das betonte gestern die Initiative, die den Bürgerentscheid veranlasst hatte. Denn die Gebäudefronten hätten nicht nur beim Bürgerentscheid gewonnen, sondern auch im jüngsten Workshop habe sich die Quartierslösung mit Sanierung der Fassaden durchgesetzt, so Karin Dietrich-Olsen. Das sei nach den Gutachten auch die wirtschaftlichste Lösung. Fazit der Anwältin: „Die Mehrheit der Kreistagsabgeordneten achtet in dieser Angelegenheit den mehrfach deutlich erklärten Willen der Bevölkerung nicht und ebenso wenig die Gebote der Wirtschaftlichkeit: Maßlosigkeit bei leeren Kassen.“

Das Thema werde die Initiative sicher weiter beobachten, sagte Silke Nießing (Foto). Sie sei überzeugt, dass die Sanierung der Gebäude mit Erhalt der Fassaden möglich sei, die Bevölkerung werde für dumm verkauft. Wenn die Kreispolitik argumentiere, es sei den Bürgern vor allem um die Ablehnung des ungeliebten Entwurfs für den Neubau gegangen, mache sie es sich zu einfach. Zu einem Neubau mit Fassade, die ins Stadtbild passen soll, gibt es von der Initiative noch keine Aussage: „Ich diskutiere nicht über ungelegte Eier“, so Silke Nießing. In jedem Fall stehe der Erhalt der historischen Fassaden im Vordergrund.

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