Marinemusikkorps in Glückstadt : Kriminell guter Marine-Sound

Hervorragende Musik in sehr großer Bandbreite präsentierten die Musiker des Marinemusikkorps.
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Hervorragende Musik in sehr großer Bandbreite präsentierten die Musiker des Marinemusikkorps.

Das Marinemusikkorps Kiel bot in Glückstadt Oper-, Marsch- und Filmmusik unter dem Programm-Motto „Echt kriminell“.

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15. März 2018, 04:45 Uhr

Mit einem Knall begann in diesem Jahr das Benefizkonzert des Marinemusikkorps Kiel in Glückstadt. Mitten in der Begrüßungsrede von Bürgermeisterin Manja Biel erlosch das Licht im Saal des Theaters am Neuendeich. Unheimliche Geräusche im Hintergrund ließen nichts Gutes erahnen. Geboten wurde dann jedoch ein großartiges Programm, das in diesem Jahr unter dem Motto „Echt kriminell“ stand. Los ging es mit dem Intro zur deutschen Krimiserie „Stahlnetz“ aus den frühen 60er Jahren. Damit hatte das große Orchester sofort die Zuhörer auf seiner Seite.

Seit vielen Jahren schon ist das Konzert mit den Marinemusikern ein fester Bestandteil und einer der Höhepunkte des Glückstädter Kulturmärzes. Nachdem die Besucherzahlen vor einigen Jahren leicht rückläufig waren, war das Konzert in diesem Jahr ausgesprochen gut besucht. Besonderer Beliebtheit erfreut sich beim Publikum stets der Dirigent und musikalische Leiter des Marinemusikkorps, Fregattenkapitän Friedrich Szepansky. Gewohnt charmant und humorvoll moderierte er durch das Programm, wobei er zu jedem Stück eine kleine Geschichte oder Anekdote zu berichten wusste. Ebenso lebhaft war seine Art des Dirigats. Gut gelaunt und konzentriert führte er „seine Mannschaft“ durch den Abend.

Zu hören gab es die ganze Bandbreite von klassischer Marschmusik über konzertante Stücke aus Oper und Operette bis hin zu Filmmusik. Dazu gehörten unter anderem der Graf-Lugner-Marsch, der Banditengalopp von Johann Strauß´ Sohn sowie Filmmusik aus James Bond und dem Mafia-Kultfilm „Der Pate“.

Auch einige hervorragende Solisten hatte das Musikkorps wieder dabei. Mit einem Solo aus dem Trompetenkonzert in F-Moll von Oskar Böhme begeisterte Dennis Borchers das Publikum. Ebenso eindrucksvoll: Klaus Reinke als Solist mit Trompete und Flügelhorn.

Für einige Stücke gab Friedrich Szepansky das Dirigat an den stellvertretenden Kapitänleutnant Andreas Siry ab. Dieser dirigierte mit viel Gefühl die Filmmusiken aus den Filmen „The Rock“ und „Police Academy“. Mit Schlagern aus den 1960er Jahren, stilecht gesungen von Orchestermitgliedern, ging der Abend zu Ende. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert fließen diesmal als Unterstützung in die Reha-Sportsparte des ETSV-Fortuna Glückstadt.

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