Kultur : Kremper Wahrzeichen bröckelt

Noch ist unklar, wie teuer die Sanierung des Wasserturms wird.
Noch ist unklar, wie teuer die Sanierung des Wasserturms wird.

Wasserturm bereitet Politikern Sorgen

shz.de von
05. Januar 2015, 17:03 Uhr

Das Rathaus, die Kirche und der Wasserturm sind die weithin sichtbaren Wahrzeichen Krempes. Doch eines dieser drei Bauwerke bröckelt. Der Wasserturm bereitet der Kremper Politik aktuell Sorgen. Im neuen Jahr wollen die Ratsmitglieder über eine Sanierung beraten. Die Kosten sind noch nicht vorhersehbar.

„Krempe ist die Stadt der drei Türme“, sagte Volker Musial, der als stellvertretender Vorsitzender die jüngste Bauausschuss-Sitzung leitete. Doch während sich die Türme am Rathaus und der Kirche St. Peter in gutem Zustand befänden, stehe es um den Wasserturm alles andere als gut. Das Wahrzeichen auf dem Mühlenberg musste bereits eingezäunt werden, nachdem Teile des unteren Betonringes am Kopf des Bauwerks hinabgestürzt waren.

„Wir haben es versäumt, über längere Zeit etwas zu machen“, sagte Musial. Fraktionsübergreifend herrschte Einigkeit darüber, dass aus Sicherheitsgründen eine Sanierung notwendig ist. Der Ausschuss empfahl der Ratsversammlung, einen „Betrag X“ in den Haushalt 2015 einzustellen. Die genaue Summe muss noch geklärt werden, ein Gutachten aus dem Jahr 2013 geht von 21 000 Euro aus. Allerdings umfasste es lediglich den unteren Betonring und die Einrüstung des Turms.

„Wir wissen nicht, was am oberen Ring und am Dach ist“, gab Bürgermeister Volker Haack zu bedenken. Klaus Willmann von den Freien Wählern Krempe rechnet „eher mit 70 000 Euro“. Ein Termin mit Architektin Birgitt von Appen soll Antworten bringen. Parallel wollen die Politiker Fördermöglichkeiten ausloten. Mit einem entsprechendem Konzept, beispielsweise einem Turm-Café, könnte die Aktiv-Region der richtige Ansprechpartner sein. Auch Gespräche mit der Denkmalbehörde sind geplant.

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