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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 23:46 Uhr

Fahnenschwenker : Kremper Tradition bedroht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Jahrhunderte alte Brauch der kleinen Marschenstadt ist in Gefahr. Der Riege der Jung-Fahnenschwenker mangelt es an Nachwuchs. Die Akteure treten regelmäßig im In- und Ausland auf.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 14:55 Uhr

Die Fahnenschwenker gehören zu Krempe wie Kirche und Rathaus. Nicht nur das Gildefest wäre ohne sie kaum denkbar. Schließlich wird am Gildemontag gleich zweimal zu Ehren „seiner Majestät“ des Gildekönigs geschwenkt. Doch nun scheint die Tradition des Fahnenschwenkens ernsthaft bedroht zu sein. Es fehlt schlichtweg der Nachwuchs. Verstärkung ist in der Riege der Jungfahnenschwenker herzlich willkommen. Wobei nicht nur gebürtige Kremper das Fahnenschwenken erlernen dürfen. Auch Interessierte aus dem Umland sind gern gesehen.

Seit mindestens 1796 sind die Fahnenschwenker Bestandteil der Kremper Stadtgilde. Vermutlich haben bereits im Mittelalter Fahnenträger die Landsknechte und Ritter mit Fahnenspielen in der kleinen Marschenstadt unterhalten. Bis 1975 waren die Fahnentücher einfarbig. Dann wurde ein grün-gelbes Muster entworfen, das farblich die Wiesen und das Getreide in der Kremper Marsch symbolisiert. Das Zentrum der Fahnen schmückt das Wappen der Stadt Krempe. In Aktion treten die Fahnenschwenker jedes Jahr während der Gildefeierlichkeiten. Doch auch Auftritte im In- und Ausland gehören zum festen Programm der Kremper Fahnenschwenker. Das Mitmachen lohnt sich also.

Jugendliche um die zwölf Jahre, die sich für das Fahnenschwenken interessieren oder Tambour werden wollen, dürfen einfach einmal bei einer Übungseinheit vorbei schauen. Trainiert wird immer montags von 18.30 bis 19 Uhr auf dem Schulhof vor der Mensa.

>Infos gibt es bei Uli Thießen (Handy 0173 – 8 84 07 09) und Mathias Mohr (0172 – 8 01 96 27).


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