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Teure Straße : Kremper fordern Rotstift beim Straßenbau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Anwohner aus Krempe beschweren sich über hohe Ausbaubeiträge für den Ostlandweg. Bei einer Infoveranstaltung machen sie ihre Erwartungen an die Kommunalpolitik deutlich.

von
erstellt am 08.Dez.2016 | 12:00 Uhr

Wie wird die Ratsversammlung hinsichtlich des Straßenausbaus im Ostlandweg in der Sitzung am 16. Dezember entscheiden? Zu welchem Ergebnis werden die 13 Ratsmitglieder aus den drei Fraktionen kommen? Fragen, die die Anwohner des Ostlandwegs in den nächsten Tagen beschäftigen werden. Dienstagabend kamen sie zur dritten Informationsveranstaltung über das Projekt, für das sie tief in die Tasche werden greifen müssen, in der Mensa der Grundschule zusammen. Anliegerbeiträge im Mittel um 14  000 Euro pro Grundstückseigentümer – bis zu mehr als 21  000 Euro – kommen auf sie zu. Entsprechend machten sie ihrer Empörung Luft. Von städtischer Seite standen Bürgermeister Volker Haack, Bauausschussvorsitzender Volker Musial und der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Bucher Rede und Antwort, weitere Ratsmitglieder verfolgten das Geschehen.

Dabei drehte sich die Diskussion vor allem um die Frage, warum die Baumaßnahme kurzfristig umgesetzt werden müsse, wie die Kosten gesenkt werden können und ob überhaupt das vom Planungsbüro vorgelegte Konzept vor dem Hintergrund möglicher Sparmaßnahmen von den städtischen Gremien überprüft worden sei. Nachdem der Bürgermeister den bisherigen Planungsablauf resümiert hatte, erklärte er, dass der Infoabend dazu da sei, Anregungen aufzunehmen und Nachfragen zu beantworten. Im Endeffekt, das war ihm klar als ihm Anwohnerin Corinna Niels eine Unterschriftenliste der Ostlandweg-Bewohner überreichte, gehe es ums Geld – eben darum, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Den Argumenten, das Projekt zu forcieren, um möglichst noch im Winter die Arbeiten ausschreiben und günstige Angebote bekommen zu können, auf der einen Seite, stand das Unverständnis der betroffenen Bürger, denen nur wenige Tage blieben, um sich überhaupt intensiver damit auseinander zu setzen und sich beraten zu lassen.

Aus städtischer Sicht hätten sich die Anwohner schon frühzeitiger an den Beratungen beteiligen können, indem sie zu den Bauausschuss-Sitzungen gekommen wären – die Anwohner hielten entgegen, dass bis vor kurzem nicht klar war, welche Kostenlawine auf sie zurollen würde. „Der Ostlandweg ist doch keine Villengegend“, merkte denn auch einer der Anwohner ironisch mit Blick auf die Finanzkraft der Hausbesitzer an. Die Forderung nach anderen Lösungen zur Finanzierung, wie wiederkehrenden Beiträge zur günstigeren Straßengestaltung sowie der Vorschlag, auf neue Straßenlaternen zu verzichten, machten den Schwerpunkt der Debatte aus. Am Ende blieb die Zusicherung des Bürgermeisters, dass sich alle Ratsmitglieder mit den Argumenten der Anwohner befassen werden. „Wir müssen das gemeinsam über die Bühne ziehen“, meinte er. Am 16. Dezember wird der Straßenausbau Ostlandweg auf der Tagesordnung der Ratssitzung stehen: „Ob es dann einen Beschluss geben wird, weiß ich nicht“, so Haack abschließend.

 

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