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Neujahrsempfang : Krempe setzt weiter auf die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

120 Besucher bei Neujahrsempfang in der Schul-Mensa. Besondere Auszeichnung für die Botschafter der Stadt.

Kaum einmal dürfte das Kremper Mensa-Gebäude so gut besucht gewesen sein wie gestern. Die Stadt hatte zum Neujahrsempfang geladen, und rund 120 Gäste folgten dem Ruf. Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Volker Haack, der in seiner Ansprache darauf hinwies, dass die „Mensa als Ort bewusst gewählt“ worden sei, zeige sie doch die Verbundenheit der Stadt mit dem Schulstandort Krempe. Genau der ist im vergangenen Jahr ins Wanken geraten, seit Kiel aus der Kremper Gemeinschaftsschule ein Auslaufmodell machte (wir berichteten). Haack bezeichnete den drohenden Leerstand der teuren Schulgebäude als „volkswirtschaftlichen Wahnsinn“.

Da das Aus der Gemeinschaftsschule wohl nicht mehr abwendbar sei, wolle man nun „die ganze Kraft in das setzen, was Zukunft hat“. Gemeint ist die Grundschule mit derzeit rund 170 Schülern. Eine Marketingoffensive soll helfen, die Schule für die Zukunft zu stärken. Bleibt die Frage, was mit dem Gemeinschaftsschul-Komplex geschehen soll. Haack regte einmal mehr ein Gesundheitszentrum für das Gebäude der ehemaligen Realschule an. Generell kann sich er für die Schulbauten ein „generationenübergreifendes Konzept“ für Bürger von „0 bis 100 Jahren“ vorstellen. Haacks Vision von „Krempe 2020“ sieht wichtige Infrastrukturteile auf engstem Raum vor.

Haacks zweiter Stellvertreter Reinhard Riemann übernahm den Jahresrückblick. Im Mittelpunkt dabei unter anderem das Haus der Krempermarsch, das inzwischen bereits etlichen Vereinen und Einrichtungen der kleinen Marschenstadt eine neue Heimat bietet. In seiner Rückschau ging Riemann auch auf die Kommunalwahl im Mai 2013 ein, die der Stadt zwei neue in der Ratsversammlung vertretene Wählervereinigungen brachte. Natürlich kamen auch die Veranstaltungshighlights nicht zu kurz. Angefangen beim Gildefest und dem Himmelfahrtsflohmarkt des Bürgervereins über das Erlebnis- und Weinfest bis hin zu „Krempe rockt“ und der Feier zum 60. Geburtstag der örtlichen Volkshochschule im Oktober 2013. Nicht fehlen durfte im Jahresrückblick der plötzliche Tod des langjährigen Bürgervorstehers Willi Steinmann. „Willi wird unvergessen bleiben“, betonte Riemann. Schon bald soll die Stadthalle nach ihm benannt werden.

Einen Höhepunkt des Kremper Neujahrsempfang bildet seit Jahren die Auszeichnung von Bürgern, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement oder ihre Leistungen um die Stadt verdient gemacht haben. Dieses Jahr ehrte man die Cheerleader der „Panthers“, den Kirchen-Basar-Kreis sowie Finja Lüke, die schon als Zwölfjährige im Casting-Sport diverse Meisterehren vorweisen kann. Hinter dem Casting-Begriff verbirgt sich der Turnier-Wurfsport der Angler. Da der Sport in Krempe aber nicht über einen Verein angeboten wird, startet Finja für den Berliner Club SV Borussia Friedrichsfelde.

Als „inzwischen schon weltbekannt“ bezeichnete Reinhard Riemann die Cheerleader des TuS Krempe, die 2013 im italienischen Rimini zu europäischen Ehren kamen. In diesem Jahr dürfen die „Panthers“ um Chef-Coach Tabea Gefken sogar die Landesmeisterschaften in Krempe ausrichten. Eher im Verborgenen wirken hingegen die zwölf Damen des Basar-Kreises. Einmal pro Woche trifft sich die muntere Runde. Die dabei entstandenen Handarbeiten werden bei diversen Veranstaltungen verkauft, der Erlös anschließend gespendet. Im vergangenen Jahr kamen stattliche 1660 Euro zusammen.

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erstellt am 13.Jan.2014 | 05:39 Uhr

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