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Kommunalpolitik : Krempe saniert die Steinmann-Halle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Trotz leerer Kassen herrscht Einigkeit im Ausschuss: Bausubstanz muss erhalten werden. Ferner geplant: Neue Lüftungsanlage im Rathaus.

Krempes Stadtkassen sind chronisch klamm. Und das seit Jahren. Entsprechend schwer fällt es den verantwortlichen Politikern, wichtige – und oftmals teure – Projekte auf den Weg zu bringen. Doch manchmal muss eben ins Portemonnaie gegriffen werden. Über einen solchen Fall debattierten jüngst die Mitglieder des Bauausschusses. Übereinstimmend sprachen sich „Freie Wähler Krempe“ (FWK) und „Bürgergemeinschaft Krempe“ (BGK) dafür aus, die finanziellen Mittel für die zweite Sanierungsstufe des „Willi Steinmann Sport- und Kulturzentrums“ im kommenden Jahr bereitzustellen. „Es geht um die Erhaltung der Bausubstanz“, sagte Volker Musial, der als Stellvertreter für den erkrankten Vorsitzenden Thomas Kelting die Ausschuss-Sitzung leitete.

Rund 105 000 Euro sollen die Erneuerung der Heizung in der Halle, des Fußbodens, der Hallendecke und die Umrüstung auf LED-Beleuchtung kosten. Wenn der TuS Krempe das Projekt auf den Weg bringt, beteiligt sich der Landessportverband mit etwa 31 000 Euro an dem Kosten – sofern auch die Stadt Krempe mit im Boot sitzt. „Voraussichtlicher Baubeginn wäre nach dem Gildefest“, kündigte Musial an.

Angedacht ist außerdem, den Gehweg am Birkenweg, der sich aktuell aufgrund von Wurzelwuchs als Stolperfalle präsentiert, im Areal von Troplastic am Friedhof zu sanieren. Zwei Varianten stehen dabei zur Wahl: Die Unebenheiten so gut es geht anzugleichen, oder die Fläche mit Lehmkies ähnlich der Boule-Bahn am Haus der Krempermarsch zu erneuern.

Weitere Gelder müssen in die Hand genommen werden, um Baumängel am Wasserturm auf dem Mühlenberg zu beheben. Kosten kommen auf die Stadt auch durch die Anschaffung eines neuen Traktors für den Bauhof an. 50 000 Euro würde ein neuer „John Deere“ kosten, für den immerhin die vorhandenen Zusatzgeräte weiter genutzt werden könnten. Und am 1990 grundsanierten Rathaus muss die Entlüftungsanlage für das Restaurant modernisiert werden. Die Stadt will Angebote einholen, um das derzeit zu geringe Abzugsvolumen zu verbessern.

Am einfachsten wäre es wohl, direkt von der Küche durch das Mauerwerk zu brechen. Doch diese Variante hat aus Sicht der Stadt kaum Chancen. „Da spielt der Denkmalschutz nicht mit“, zeigte sich Bürgermeister Volker Haack überzeugt.


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erstellt am 19.Nov.2014 | 17:00 Uhr

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