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Urlaub Zuhause : Krempdorf: Kleinod in der Kleinstgemeinde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lieblingsplätze: Krempdorfs Bürgermeisterin Dörte Harms entführt ins saftige Weideland.

Krempdorf | Mit seinen rund 250 Einwohnern gehört Krempdorf zu den Kleinstgemeinden im Kreis Steinburg. Die meisten Autofahrer kennen das Dorf, das verwaltungstechnisch zum Amt Horst-Herzhorn gehört, nur „dank“ seiner Durchgangstraße, die von Krempe nach Glückstadt führt. „Touristische Highlights sind bei uns Mangelware“, gibt Dörte Harms zu, die als Bürgermeisterin seit 1990 die Geschicke des Örtchens maßgeblich mitbestimmt. Doch auf den zweiten Blick lässt sich so manch Besonderheit entdecken, mit dem andere Gemeinden nicht aufwarten können.

Zu Harms Lieblingsplätzen gehört eine Weide, die genau an die Hauptstraße grenzt. Wer von Krempe kommt und rechterhand Ausschau hält, findet das Kleinod kurz vor dem örtlichen Fiat-Händler. Schattenspenden Bäume stehen auf dem welligen Grün. Wer genau hinschaut, kann noch den alten Au-Deich entdecken, der einstmals die Krempau säumte, die immer noch die Weide ein gutes Stück weit umfließt. Im Sommer grasen Rinder auf dem saftigen Grün, im Sommer aber verwandelt sich das Areal in ein Schlittschuhparadies. „Vorausgesetzt, wir haben mal einen richtigen Winter“, merkt Harms an.
Genau wie die Weide ist auch der Zugang zum Krempdorfer Windpark in Privatbesitz. Und die Bauern sehen es nicht gern, wenn sich Fremde auf ihr Eigentum „verlaufen“. Für ihren Dorfspaziergang macht Harms jedoch eine Ausnahme und öffnet die Tore, die an die neun Windräder führen. 2003 wurde der Park errichtet, und in absehbarerer Zeit soll sich das Projekt auch finanziell für die Gemeindekasse auszahlen. „Ein Ausbau ist momentan nicht geplant“, sagt die Bürgermeisterin. Erste Anfragen hinsichtlich einer Windparkerweiterung hätte es aber schon gegeben.
Der Park lässt sich nicht nur über die Hauptstraße, sondern auch über Harms rückseitiges Grundstück erreichen. Auch das ist wahrlich sehenswert. Tausende Apfelbäume reihen sich hier in langen Schlangen Stamm an Stamm. Mittendurch führt ein Weg, der den Windpark mit Harms Zuhause verbindet. „Das ist definitiv einer meiner ganz persönlichen Lieblingsplätze“, sagt Dörte Harms, während sie stolz die fast schon erntereifen Früchte präsentiert. Wer möchte, kann die Äpfel übrigens auch bei ihr erwerben. Ab und an verkauft die Bürgermeisterin, die im Hauptberuf Lehrerin ist, leckeren Apfelsaft „direkt vom Hof“.

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