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Pellkartoffeltage : Kreispräsident ist ein „wahrer Kartoffelfan“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Kreispräsident, der sich als „wahrer Kartoffelfan“ bekennt, eine neue Kartoffelkönigin und Grundschüler in Kartoffelsäcken auf der Bühne – schon der Auftakt in Hohenlockstedt war gelungen.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 16:39 Uhr

Seine poetische Begabung stellte Kreispräsident Peter Labendowicz bei der Eröffnungsfeier der 19. Pellkartoffeltage unter Beweis. Mit einem Kartoffel-Gedicht begann er als Schirmherr der Veranstaltung seine Festrede, nachdem Bürgermeister Jürgen Kirsten rund 200 Gäste in der herbstlich dekorierten Kartoffelhalle begrüßt hatte.

„Die Pellkartoffeltage zählen zweifellos zur jungen Tradition im Kreis Steinburg“, betonte Labendowicz, der sich zu einem „wahren Kartoffelfan“ bekannte. „Schon die rohe Frucht auf dem Acker macht Appetit“, ließ Labendowicz alle Gäste wissen. Auch werde beim Anblick der unverwechselbaren Erdfrucht seine Fantasie angeregt. „Ich sehe diese Früchte in gekochter Form, als Pellkartoffel, Bratkartoffel, Püree, Puffer oder Pommes“. Zurückzuführen sei die Liebe zur Erdfrucht auf seine Kindheit, in der es keine Herbstferien gab, sondern Kartoffelferien.

Der Bürgermeister hatte in seiner Begrüßung die Krönung der neuen Pellkartoffelkönigin Nadine Siebert als ein besonderes Highlight angekündigt. Und Kirsten ließ dem Kreispräsidenten den Vortritt, um die Inthronisierung der Königin und Prinzessin vorzunehmen.

Siegfried Thurau von der Erzeugergemeinschaft wünschte sich, dass alle Verbraucher solche Fantasien wie der Kreispräsident hätten. „Leider ist der Verzehr der Erdfrucht weiter rückläufig“, betonte Thurau. So sei der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr auf 25,3 Kilogramm gesunken. Eine Ursache: „Die Kartoffelesser sterben weg – diese Generation fehlt uns“. Abschließend appellierte er an die Verbraucher, bewusster mit Lebensmittel umzugehen, Kartoffeln richtig zu lagern und sich die Erdfrucht wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Nach Grußworten der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen (SPD) und Heiner Rickers (CDU) sowie des Darguner Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann erfreute die scheidende Pellkartoffelkönigin Ann-Christin Bestmann mit Anekdoten. 6000 Kilometer habe sie in den vergangenen zwei Jahren als Repräsentantin der Kartoffeln zurückgelegt und 90 Veranstaltungen besucht. Schönstes Erlebnis: der Besuch auf dem Wacken Open Air. „Viele Metal-Fans konnten mit Krone und Schärpe nichts anfangen und bedauerten, dass ich auf einem Metal-Fest meinen Junggesellenabschied feiern muss“. Mit wenigen Worten konnte sie Klarheit schaffen, so dass sie als „Potatoe-Queen“ das Festival verlassen konnte. Ihrer Nachfolgerin Nadine Siebert und der Prinzessin Frederike Moldrecht wünschte sie: „Habt Spaß und immer einen flotten Spruch parat – dann rockt ihr das schon.“

Neben Festreden und Grußworten gab es auch jede Menge Unterhaltung. So waren es nicht nur die Grundschüler der örtlichen Schule, die mit einer Aufführung begeisterten, sondern auch die Theatergruppe Poyenberg und der Chor Sing For Fun aus Wilster.

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