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Kreishaus: Verwaltung plant Info-Veranstaltung am 20. Juli

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 20.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Die Kreisverwaltung hat ihre weitere Terminplanung für den Bau eines neuen Kreishauses an der Viktoriastraße bekannt gegeben. Demnach sollen im Dezember erste Entwürfe für den Bau vorliegen, dessen Kosten mit 36 Millionen Euro veranschlagt werden. Aktuell wird in einem Ausschreibungsverfahren ein Architekt für das Gebäude gesucht. Die Öffentlichkeit soll am 20. Juli erneut über das Gesamtvorhaben informiert werden.

Im Bauausschuss des Kreistags informierten Bauamtsleiterin Daniela Immich und ihr Mitarbeiter Johannes Lindner über die nächsten Schritte. „Für den 20. Juli planen wir eine informelle Beteiligung der Bürger“, sagt Lindner. Dies diene der Vorbereitung des laufenden Bebauungsplanverfahrens. „Wir wollen hören, was betroffene Bürger uns mitzuteilen haben“, so Lindner. Geplant sind ein Impulsvortrag zur Bedeutung einer modernen Kreisverwaltung und Informationen über den aktuellen Stand der Kreishauspläne. Anschließend wolle die Verwaltung mit den Bürgern in den Dialog eintreten, so Lindner.

Ein weiterer öffentlicher Termin ist im Oktober geplant. Dann sollen Umfeld und Außenanlagen ein Thema sein. Bis dahin soll auch ein Architekt beauftragt sein. Ebenfalls bis Ende Oktober wird laut Daniela Immich das Raumkonzept der Kreisverwaltung erstellt sein. Dies sollte eigentlich bereits im Sommer vorliegen (wir berichteten). Mit Architekt und Raumkonzept können dann im Dezember „erste Studien“ zur Gestalt des Gebäudes vorgelegt werden, so Lindner. Über weitere Details zum Bauablauf und ähnliche Fragen könne die Öffentlichkeit dann im Frühjahr und Sommer 2018 informiert werden.

Frühestens Ende des laufenden Jahres könne auf Grundlage der ersten konkreten Pläne auch die Frage des Denkmalschutzes von Bahnhofshotel und Bollhardtschem Gebäude entschieden werden – entweder in Verhandlungen mit dem Kieler Landesamt oder, wenn dies nicht möglich ist, vor Gericht, sagte Daniela Immich. Für beide Wege brauche es weitere Planungen, um sich an die Vorgaben des Kreistags zu halten, stellte sie klar – und reagierte damit auf Kritik von CDU und Piraten.

Vertreter beider Fraktionen bemängelten mit Verweis auf die hohen Kosten die aufwändigen Planungen, die sowohl einen Neubau ohne die Fassaden der beiden umstrittenen Gebäude als auch einen Bau hinter den historischen Gebäude-Vorderseiten umfassen. Denn bleibe es bei der aktuellen Einschätzung der Denkmalschützer, die einen Erhalt der gesamten Gebäude vorsehen, so der Tenor, sei die Planungsarbeit für den Papierkorb. Ohne weitere Planungen ändere sich auf jeden Fall nichts am Status quo, entgegnete Immich – der Kreistag habe der Verwaltung aber aufgetragen, den Neubau an der Viktoriastraße zu realisieren.

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