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Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 07:40 Uhr

Kreishaus: Stadt macht mobil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 25.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Neues Kreishaus in der Viktoriastraße oder auf Alsen – heute soll der Kreistag entscheiden. Am liebsten wäre Bürgermeister Andreas Koeppen allerdings, er täte es nicht: „Warum lassen wir uns für die gesamte Diskussion nicht ein bisschen mehr Zeit?“

Dabei stützt er sich auch auf die Empfehlung des Kreis-Bauausschusses, bei einem Umzug auf das Alsen-Gelände gemeinsam mit der Stadt einen Stadtplaner zu beauftragen, um eine „attraktive Nachnutzung“ an der Viktoriastraße vorzubereiten. „Umso schöner wäre es, wenn man uns ins Boot holt, bevor die Entscheidung fällt“, sagt Koeppen. Die Möglichkeit einer weiteren Großbaustelle im Zentrum macht ihm große Sorgen – deshalb las er interessiert die Aussage von Landrat Torsten Wendt, es gebe einen konkreten Interessenten für das jetzige Kreishaus-Areal.

Mitgliedern des Itzehoer Stadtentwicklungsausschusses wurden die drei Varianten präsentiert, einhellig sprachen sie sich für die Quartierslösung in der Viktoriastraße aus. Weil diese umsetzbar sei, sei Alsen keine Option, sagt Vorsitzender Sönke Doll (SPD) und gibt damit die Haltung der Ausschussmitglieder wieder. Das steht nicht in der jüngsten Vorlage der Kreisverwaltung, statt dessen aber die Aussage, dass die Stadt den Kreis bei jeder Variante unterstütze. „Manipulativ“ sei das, meint Doll – das heiße aber nicht, dass es keine Unterstützung für Alsen gebe, wenn die Entscheidung so falle.

Schon die Ratsversammlung im März hatte einstimmig eine Resolution für einen Innenstadt-Standort verabschiedet. „Natürlich ist das Kreishaus nicht der Heilsbringer für die Innenstadt“, sagt Koeppen. „Aber ein wichtiger Baustein. Wir ringen um jeden Cent für die Stadt.“

Dafür sei in den vergangenen Jahren viel getan worden: Feldschmiede erneuert, das Hertie-Haus wiederbelebt, Gestaltungssatzung vereinfacht, Erhaltungssatzung aufgehoben, Flächenmanagement eingeführt, die Fußgängerzone teils für den Verkehr geöffnet, das seien nur einige Beispiele von einer langen Liste.

Aber dies sei auch nur die Nothilfe nach Jahrzehnten der Vernachlässigung. Es dauere, eine Strategie zu bilden – jetzt aber soll ein Büro damit beginnen, nachdem die Stadt ins Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren aufgenommen worden sei. Deshalb hält der Bürgermeister eine Entscheidung über den Kreishaus-Standort für verfrüht: Es gehe bei diesem Ringen doch um die bestmögliche Lösung.

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