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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 18:50 Uhr

Itzehoe : Kreishaus: Planer nehmen Arbeit auf

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Arbeitsgemeinschaft „Architekten Contor Hamburg-Itzehoe“ setzt sich bei Vergabeverfahren durch. Konkrete Bauplanung Ende 2018

Der Respekt vor der Aufgabe ist Jochen Agather anzumerken, aber auch die Vorfreude: „Es ist gerade so spannend, weil es so schwierig ist“, sagt der Hamburger Architekt und lächelt. Gemeinsam mit seinem Partner Olaf Bielenberg und dem Itzehoer Architekten Ronald Voigt, der eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Hamburger Büro bildet, wird Agather das neue Kreishaus planen. Gegen ein Dutzend Mitbewerber haben sich die drei Bauplaner in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren durchgesetzt und können nun mit der Arbeit beginnen.

Neuland betreten sie dabei nicht. Agather und Bielenberg haben sich bereits am städtebaulichen Ideenwettbewerb 2016 beteiligt. Voigt hat am ersten Gestaltungswettbewerb 2012 teilgenommen. Mit der Thematik Kreishaus sind die Planer also bereits vertraut. Nun geht es in die konkrete Feinplanung. Dabei sind die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs und des in vergangenen Monaten innerhalb der Kreisverwaltung erstellten Raumkonzeptes die Grundlage. „Die großen Linien sind geklärt“, sagt Bauamtsleiterin Daniela Immich. Die Form einer Acht zwischen Viktoria-, Karl- und Bahnhofstraße stehe ebenso fest, wie die Grundsatzentscheidung für sogenannte „Kombi-Büros“ (wir berichteten). „Sicher sind noch nicht alle Fragen geklärt, aber wir können nun auf den Vorplanungen Architektur planen.“

„Im Moment sammeln wir noch die Anforderungen ein und beginnen dann, daraus Grundrisse in verschiedenen Varianten zu entwickeln“, erklärt Agather das weitere Vorgehen. Mit diesen können dann Fachplaner für einzelne Teilbereiche wie Statik, Haustechnik oder Brandschutz konkrete Pläne erarbeiten, die dann wiederum in Einklang gebracht werden müssen. Inhaltlich laufen die Fäden bei den drei Architekten zusammen, die neben bis zu 14 eigenen Mitarbeitern auch die Arbeit von bis zu 15 weiteren Fachplanern koordinieren. „Aufzupassen, dass niemand doppelt arbeitet oder zwischendurch zu viel Leerlauf hat, ist die Kunst dabei,“ sagt Agather. Und auch die Zeit ist ein kritischer Faktor.

„Es gibt natürlich einen gewissen Termindruck“, sagt Daniela Immich. Doch bei einem solchen „Jahrhundertprojekt“ sei „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ das Gebot. Bis Ende 2018 soll nach Vorstellung der Bauamtschefin eine konkrete Planung in Form einer sogenannten Haushaltsunterlage Bau (HU Bau) vorliegen, die auch eine detaillierte Kosten- und Zeitplan-Prognose beinhaltet. „Bis dahin müssen die Big Points geklärt sein“, sagt Voigt. Einer davon: Die Frage des Umgangs mit den Fassaden der historischen Gebäude an der Viktoriastraße. Die Arbeiten an einem Gutachten dazu laufen. „Wir rechnen im Frühjahr mit Ergebnissen, die dann in die Planung einfließen können“, sagt Immich. Diese Frage dürfte dann auch Einfluss auf die bisher auf 36,6 Millionen Euro geschätzten Baukosten haben. Die Architekten antworten zurückhaltend auf die Frage nach diesem Kostenrahmen: Er erscheine „in dieser Größenordnung glaubwürdig“, sagt Bielenberg. „Die Kosten sind im Moment aber noch nicht unser Thema“, ergänzt Agather. Zunächst gelte es, die vielen Anforderungen zu gewichten und Varianten zu bilden. Und dies sei unter den bestehenden Bedingungen im Quartier keine ganz einfache Aufgabe.

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