Kreishaus: Freie Wähler wollen erst die Bürger fragen

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20. Januar 2015, 14:42 Uhr

Die mit einem Abgeordneten im Kreistag vertretenen Freien Wähler wollen beim Kreishaus-Neubau die Bürger fragen. „Wir können uns im Kreistag und in den Ausschüssen die Köpfe heiß reden, Analysen erstellen und planen, aber nicht an den Bürgern vorbei“, stellt Helmut Unger fest. Die Freien Wähler, so der Abgeordnete weiter, machen sich für einen Neubau stark. „Dazu sollten wir aber wissen, welchen Standort die Bürger haben wollen.“ Unger weiter: „Wir müssen uns doch fragen, welchen Sinn die Prozentzahlen einer Nutzwertanalyse haben, wenn ein weiterer Volksentscheid den Abriss von Gebäuden in der Karlstraße verhindert?“ Er macht sich für eine neutrale Gegenüberstellung aller Vor- und Nachteile stark. Letztlich spare die Befragung der Bevölkerung auch Zeit und Kosten. Weiterer Vorteil: „Es wird später nicht mehr über die Kosten gestritten.“ Und: „Die Politik darf sich nicht über den Willen der Bürger hinweg setzen, sondern soll ihn umsetzen. Aber auch die Bürger sind in der Pflicht. Sie müssen sich informieren und beteiligen.“ Unger erinnert daran, dass die Ausschüsse mit den Beratungen öffentlich seien.

Die bereits im Bauausschuss beratene Nutzwertanalyse, bei der die unterschiedlichen Kreishaus-Varianten von den Abgeordneten bewertet werden sollen, steht kommenden Mittwoch auch auf der Tagesordnung des Hauptausschusses (17 Uhr, historischer Kreistagssaal). Eine erste Entscheidung in Sachen Kreishaus-Neubau soll es noch bis zur Sommerpause geben. Dann will man allerdings zunächst nur über den Standort (Innenstadt oder Alsen-Gelände) entscheiden.

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