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Norddeutsche Rundschau

20. September 2017 | 11:33 Uhr

Politik : Kreishaus: Entscheidung bleibt offen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehrheit im Bauausschuss spricht sich für Standort Alsen aus

von
erstellt am 24.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Eine Mehrheit aus Stimmen der CDU und der Fraktion der Piraten für den Standort Alsen: So sieht die Empfehlung des Kreis-Bauausschusses für das Kreishaus aus. Die Entscheidung soll der Kreistag in seiner morgigen Sitzung fällen – Ausgang offen.

Denn mehrere Gruppierungen haben im Bauausschuss kein Stimmrecht, sowohl die Bürgerliste als auch die WIST beantragen im Kreistag aber die Quartierslösung in der Viktoriastraße. Vor allem aber enthielt sich die SPD, erst nach der Sitzung tagte die Fraktion der Sozialdemokraten. Ergebnis: Sie sei sich „weitgehend einig“ bei der Quartierslösung, ob mit oder ohne Bahnhofshotel und Bollhardtsches Gebäude, so Fraktionschef Rudolf Riep. Einen Fraktionszwang werde es nicht geben: „Wir werden versuchen, alle zu überzeugen.“

Die Empfehlung für Alsen wurde im Ausschuss um zwei Aspekte ergänzt. „Zeitnah“, so wurde es auf CDU-Antrag aufgenommen, werde der Kreis gemeinsam mit den städtischen Gremien einen Stadtplaner beauftragen, „um eine für die Stadt Itzehoe attraktive Nachnutzung des derzeitigen Standortes zu entwickeln“. Zudem zog der Ausschuss mit den Stimmen von CDU, FDP und Piraten eine Obergrenze für die Kosten ein: 40 Millionen Euro. Allerdings wurde nach kurzer Beratung vor der Tür ein Schlupfloch in den Antrag der Liberalen eingebaut: Nach weiteren Planungen könne die Summe „gegebenenfalls“ angepasst werden. Ursprünglich hatte der Kreistag die Obergrenze auf 15 Millionen Euro festgelegt.

Die Kosten spielten eine große Rolle in der annähernd zweistündigen Diskussion. Alles sind grobe Schätzungen, um die 30 Millionen Euro für die beiden Varianten in der Innenstadt, 50 Millionen auf Alsen. Die Alsen-Befürworter verweisen auf eine Berechnung, die auch geschaffene Buchwerte berücksichtigt – eine „Milchmädchenrechnung“ nennt das Carsten Fürst von der Bürgerliste. Argumente für beide Standorte flogen hin und her, Gerlinde Böttcher-Naudiet (SPD) fragte sich, ob das Thema angesichts vieler offener Fragen und Risiken überhaupt entscheidungsreif sei. Landrat Torsten Wendt mahnte: „Die Mitarbeiter haben sehr, sehr lange auf eine Lösung gewartet.“ Zu der Sorge, dass der Kreis an der Viktoriastraße eine Brache hinterließe, sagte er: „Wir haben einen konkreten Interessenten“, dies sei ein namhafter Investor.

Ein Käufer aber sei doch nicht an den Bürgerentscheid zur Fassade gebunden?, fragte Zuhörer Hans-Dieter Helms. Der Kreis würde versuchen, ihn zu binden, sagte Dezernent Friedrich-Wilhelm Stork. Aber: „Es kann damit enden, dass das Gebäude fällt.“

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