Zwei Varianten : Kreishaus: Alsen oder Viktoriastraße

Bahnhofshotel einbeziehen oder nicht? Es werden verschiedene Varianten für den Kreishaus-Neubau geprüft.
Bahnhofshotel einbeziehen oder nicht? Es werden verschiedene Varianten für den Kreishaus-Neubau geprüft.

Die Neubaupläne für das Kreishaus bleiben bestehen. Zwei Möglichkeiten werden intensiv geprüft.

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13. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Bei nur einer Gegenstimme hat der Kreistag die intensive Weiterplanung für einen Kreishaus-Neubau beschlossen. Nach Machbarkeitsuntersuchungen und detaillierten Kostenaufstellungen soll die Entscheidung am Ende zwischen zwei Varianten fallen: Entweder wird auf dem Alsen-Gelände völlig neu gebaut, und die vorhandenen Gebäude werden bis auf das historische Landratsamt verkauft. Oder es gibt die so genannte Quartierslösung. Das heißt: Die Kreisverwaltung bleibt am angestammten Platz und bezieht in die Planung Kreisgebäude oder noch zu erwerbende Immobilien in der Karl- und in der Poststraße mit ein. Alternativ dazu wird auch eine Sanierung des alten Bahnhofshotel und des angrenzenden Bollhardt’schen Gebäudes zuzüglich weiterer Neubauten untersucht.

Gegen dieses Prozedere sprach sich nur der Einzelabgeordnete Hans Emil Lorenz (Wählerinitiative) aus. „Mit der Untersuchung eines Neubaus auf Alsen verbrennen wir nur Geld“, befürchtet er. Lorenz fordert aber in jedem Fall „ganz exakte Kostenaufstellungen“.

Zahlreiche Kreistagsabgeordnete treibt derzeit allerdings eher die Frage um, wie man möglichst viele Bürger mitnehmen kann. „Wir dürfen uns nicht noch einmal in ein solches Fiasko stürzen“, so Helmut Unger (Freie Wähler). Martin Dethlefsen (Bürgerliste) mahnte ebenfalls, dass man einem weiteren Bürgerentscheid unbedingt vorbeugen müsse. Sein Vorschlag: „Man könnte über die Planung doch einen Volksentscheid machen, dann hätten wir nicht den schwarzen Peter.“ Piraten-Sprecher Dr. Siegfried Hansen regte eine Umfrage in der Bevölkerung an.

Der SPD gehen solche Überlegungen zu weit. Abgeordneter Rudolf Riep stellte noch einmal die Hackordnung klar: „Der Bürger wählt. Wir sind der Kreistag. Und da dürfen wir uns auch nicht aus der Verantwortung stehlen.“ Einig sind sich Politik und Verwaltung, dass die Bevölkerung möglichst intensiv in den weiteren Planungsprozess einbezogen werden soll. Im Kreishaus gibt es dazu auch schon Überlegungen, diese Aufgabe in professionelle Hände für eine möglichst geschickte Öffentlichkeitsarbeit zu legen.

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