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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 13:32 Uhr

Kreisfeuerwehr mit neuem Personal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach dem Ausscheiden von Bernd Pusch ändert sich das Führungstrio bei der Steinburger Wehr.

von
erstellt am 21.Dez.2015 | 17:04 Uhr

Die Steinburger Feuerwehr geht mit einem veränderten Führungstrio ins neue Jahr. Der Wrister Timo Plath ist zum stellvertretenden Kreiswehrführer aufgerückt, Dirk Krüger aus Heiligenstedtenerkamp übernimmt den Posten des zweiten stellvertretenden Wehrführers. Als Chef der Steinburger Feuerwehrleute fungiert weiter Frank Raether. Nachdem der Steinburger Kreistag die Personalfragen einstimmig gebilligt hat, übergab jetzt Landrat Torsten Wendt die Ernennungsurkunden an Plath und Krüger.

Das Personalkarussell kam in Gang, weil der bisherige stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Pusch aus Wacken zum 31. Dezember sein Amt niedergelegen wird. In seine Position rückt Timo Plath, der seit Juli 2014 zweiter Stellvertreter war. Dieses Amt übernimmt ab Januar Dirk Krüger, Wehrführer der Gemeinde Heiligenstedtenerkamp. Er wurde im bereits Ende September von der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg gewählt. Krüger ist seit 2013 auch als Beisitzer im Vorstand tätig gewesen. Übrigens: Die Rangfolge der Stellvertretung richtet sich laut dem Brandschutzgesetz nach dem Dienstalter.

Die Feuerwehr sei und bleibe ein „herausragend wichtiger Partner“ für den Kreis, betonte Landrat Wendt bei der feierlichen Übergabe. Auch im Katastrophenschutz seien die Ehrenamtlichen unverzichtbar. Trotzdem würden auch auf die Wehren härtere Zeiten zukommen. Dies kündigte der zuständige Kreisdezernent Hans Treinies als eine wichtige Zukunftsaufgabe an. Denn Bevölkerungsentwicklung und demographischer Wandel gingen auch an den Wehren nicht vorbei , „Es ist blauäugig zu denken, dass jede Wehr erhalten werden kann.“ Bei dem Prozess sollen die Wehren mitgenommen, bewährte Strukturen aber auf keinem Fall zerschlagen werden.

Neben den Ernennungsurkunden an die neuen Amtsträger übergab Torsten Wendt auch die Entlassungsurkunde an Bernd Pusch. Dieser habe den Kreis seit seiner Wahl im Jahre 2000 stets „positiv und wohlwollend“ begleitet. Und er wird dem Kreis nicht ganz verloren gehen. Bernd Pusch wird den Kreis weiter in allen Fragen rund um die Sicherstellung des Brandschutzes im geplanten Elbtunnel der A 20 beraten. Wendt wiederholte hier noch einmal seine Kritik an das Land, das sich weigert, eine Werksfeuerwehr für den Brandschutz aufzustellen und diese Aufgabe den ehrenamtlichen Kräften überlassen will. Der Hamburger Elbtunnel sei nur halb so lang wie der geplante A-20-Tunnel und doch gebe es dort eine hauptamtliche Wehr.

Nächster Termin, an dem Pusch als Berater tätig werden soll, ist die Klage des Kreises gegen den Planfeststellungsbeschluss zur A 20 beim Verwaltungsgericht Leipzig, die Mitte April mündlich verhandelt werden soll.



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