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Dienstleistungszentrum : Kreis und Stadt holen Amt Eider mit ins Boot

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Entscheidung über bundesweit einmaliges Verwaltungsprojekt fällt Anfang 2016

Das geplante Dienstleistungszentrum der Stadt Heide und des Kreises Dithmarschen wird langsam konkreter. Im Sommer des vergangenen Jahres beschlossen Ratsversammlung und Kreistag die Wirtschaftlichkeit eines gemeinsamen Gebäudes auszuloten. Die Ausschreibung für den Gutachter ist jetzt abgelaufen. Im April sollen sich drei Bewerber dem Lenkungsausschuss vorstellen, bevor der geeignete Berater ausgewählt wird. Ermittelt wird von dem Gutachter nicht nur der künftige Standort des Gebäudes, sondern auch, welche Verwaltungsbereiche von Kreis und Stadt zusammengelegt werden können. Und das ist das Wesentliche: Kompetenzen sollen gebündelt und somit langfristig Kosten gespart werden. Landrat Dr. Jörn Klimant: „Wir wollen ein Signal der Gemeinsamkeit ausstrahlen.“ Die Ergebnisse des Gutachtens sollen Ende des Jahres ausgewertet sein.

Heides Bürgermeister Ulf Stecher rechnet damit, dass Anfang 2016 eine Entscheidung getroffen wird, ob und wo Stadt und Kreis mit ungefähr 600 Mitarbeitern unter ein Dach ziehen und ein Projekt mit bundesweitem Modellcharakter auf den Weg bringen. Zwar soll gespart werden. Kündigungen, versichert Stecher, werde es aber nicht geben. Aber: „Das Einsparpotenzial muss zwingend deutlich sein.“ Auch Nachhaltigkeit spielt für ihn ein große Rolle.

Mit im Boot ist auch das Amt Eider. „Das zeigt, wer innovativ denkt“, betonte Klimant in Anspielung auf die Absage des Amtes Heider-Umland. Einziehen wird die Verwaltung des Amtes Eider aber nicht in das Dienstleistunszentrum Heide. Aber Aufgaben lassen sich bündeln. Die immer stärkere Fachkompetenz könne eine kleine Verwaltung nicht mehr leisten, erklärte Amtsvorsteher Helmut Meyer.

Auslöser für die Idee eines gemeinsame Dienstleistungszentrums sind die beiden über 40 Jahre alten maroden Gebäude. Eine Sanierung des Kreishauses würde mit ungefähr 20,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Für das Rathaus sind es gut sieben Millionen Euro. Zudem stammen beide Gebäude noch aus einem energetischen Steinzeitalter. Das Heider Rathaus wollte Stecher zwar sanieren und begann bereits mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs. Doch als ihm klar wurde, dass dies ein Fass ohne Boden ist, mussten neue Ideen her. Längst steht für den Bürgermeister fest, dass eine Sanierung keine Option mehr ist. Zumal das Rathaus ein architektonischer Fehlgriff war. Dies noch zu sanieren, mache keinen Sinn. Er ist sicher, dass das Rathaus der Abrissbirne zum Opfer fällt und damit ein Filet-Grundstück mitten in der Heider Innenstadt frei wird.

Auch der Kreis tüftelt schon seit Jahren an einer Lösung. Sogar das Telekom-Gebäude wurde mal ins Spiel gebracht, später aber wieder verworfen. Jetzt ist es wieder im Spiel. Der Standort, so Stecher, sei alles andere als ideal ist. Ihm schwebt eher eine innerstädtische Lösung vor. Am liebsten am Bahnhofsvorplatz, um die städtebaulichen Strukturen zu stärken. „Ein so großer Arbeitgeber muss eine Ausstrahlung auf die Innenstadt und das Umfeld haben.“




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