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Kreis-SPD nimmt ländliche Arztversorgung unter die Lupe

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erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Marne " | Medizinische Zukunft im ländlichen Raum - Dörfer ohne ärztliche Versorgung?" nennt sich ein Vortrag, zu dem der Dithmarscher SPD-Kreisverband Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr in das Hotel Zum Alten Bahnhof in Marne einlädt.

"Die demografische Entwicklung wird dazu führen, dass die Dithmarscher Bevölkerung in den nächsten Jahren um etwa neun Prozent schrumpfen und der Altersdurchschnitt steigen wird", sagt SPD-Kreisviorsitzender Norbert Drengk über den Hintergrund. "Dies führt zu einer deutlich zunehmenden Arbeit für unsere Hausärzte." Gleichzeitig werde die Situation dadurch verschärft, dass bis 2018 mehr niedergelassene Hausärzte in den Ruhestand gehen, als Berufsnachwuchs nachrückt. Drengk: "Das Berufsbild des Landarztes ist bei weitem nicht mehr so attraktiv, wie es manche Fernsehbilder glauben machen. Insbesondere werden wir dies hier in Dithmarschen spüren."

Arztpraxen stünden zunehmend leer, weil sich keine Nachfolger finden. "Dies ist eine zusätzliche Belastung für unsere Dörfer und Städte, wenn sie ein langsames Aussterben verhindern wollen. Auch dieKommunen müssen sich deshalb dieser Herausforderung stellen", betont Drengk. Günstige Kauf- oder Mietangebote für Praxis und Wohnraum, Betreuungsplätze für Kinder, Jobangebote für den Partner und Planungssicherheit beim Honorierungssystem seien gefordert, damit Mediziner aufs Land kommen.

Nach einer Einführung in die Thematik soll den Teilnehmern die Möglichkeit zum Gedankenaustausch über die medizinische Zukunft in Dithmarschen gegeben werden. Für eine offene Diskussion steht Bernd Heinemann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Vertreter der niedergelassenen Ärzte zur Verfügung. Ulrike Opravil, Gesundheitssachverständige der SPD in Dithmarschen, moderiert.

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