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Schreibwettbewerb : Kreative Köpfe und knorrige Eichen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erfolg für eine Itzehoer Schule: Die siebte Klasse des Sophie-Scholl-Gymnasiums gewinnt einen Sonderpreis beim Schreibwettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 05:00 Uhr

„Rolf und seine Freunde erlebten viele Abenteuer, die meistens davon handelten, den Wald zu schützen. Die spannendste Geschichte begann damit, dass der alte Jagdpächter von Christianslust die Jungen in den Wald schickte, um für ihn Pilze zu sammeln. Die Jungen protestierten, doch der Jäger lachte nur und meinte: „Nich lang schnacken, maacken!“ „Wat mutt, dat mutt“, willigten die Jungen ein.“

Mit diesen Zeilen beginnt eine der vier Geschichten, mit denen die Klasse 7e des Sophie-Scholl-Gymnasiums am Schreibwettbewerb „Alte Bäume - Ole Bööm“ des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes teilgenommen hat. Eingehend hatten die Kinder sich vor den Sommerferien etwa 1,5 Wochen lang mit dem Thema beschäftigt: Im Deutschunterricht führten sie Interviews und schrieben Geschichten, im Kunstunterricht illustrierten sie diese, in Biologie bestimmten sie die Gehölze und im Fach Geschichte diskutierten sie Themen, auf die sie bei ihren Interviews gestoßen waren. Dabei redeten sie mit Zeitzeugen, die allesamt Plattdeutsch sprachen und Geschichten aus ihrer Kindheit erzählen konnten, in denen ein Baum oder Wald eine entscheidende Rolle spielte. Juliane Schaar, Deutschlehrerin der Klasse 7e und Plattdeutschbeauftragte an der Schule, hatte die Teilnahme an dem Schreibwettbewerb initiiert, die Interviewpartner im Vorwege angesprochen und einen Fragebogen entwickelt.

Aus all diesen Informationen schufen die sechsköpfigen Gruppen kreative Geschichten, informative Beschreibungen, interessante Zeichnungen und weitere Beiträge. „Mit so einer Klasse wie dieser ist so etwas besonders gut machbar“, lobte Schaar den Arbeitseifer ihrer Schüler. Auch die Schüler zeigten sich angetan von dem generationen- und fächerübergreifenden Projekt: „Es war interessant, private Geschichten aus einer anderen Zeit zu erfahren“, meinte Felix. Fynn und Julika gefiel besonders die Abwechslung vom normalen Unterricht. Und Sofia resümierte. „Wir haben sehr viel Mühe reingesteckt und hatten viel Spaß dabei. Es ist schön, dass wir dafür belohnt wurden.“

Denn gemeinsam reichten sie ihre Arbeiten ein – und gewannen für ihren Gruppenbeitrag einen von acht Sonderpreisen landesweit. Stellvertretend für die ganze Klasse nahmen Sofia Ike, Martie Hartnack und Michael Holzeidt ihn im Wildpark Eekholt entgegen. Der Preis umfasste nicht nur eine Urkunde, sondern auch eine einjährige Tierpatenschaft für einen Sperrlingskautz, den die Klasse auf den Namen Punika getauft hat.

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