Töpfermarkt in Kellinghusen : Kreative Keramik-Kunst

Ihre skurrilen und lausbübischen Figuren wurden zum Blickfang: Diplom-Designer Martin Sprave und Diplom-Objekt-Designerin Diane Tafel hatten ihre Ideen in Schmuck und Objekten verarbeitet.
Ihre skurrilen und lausbübischen Figuren wurden zum Blickfang: Diplom-Designer Martin Sprave und Diplom-Objekt-Designerin Diane Tafel hatten ihre Ideen in Schmuck und Objekten verarbeitet.

70 Aussteller präsentieren ihre Objekte beim Töpfermarkt.

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11. August 2019, 14:24 Uhr

Kellinghusen | Gebrauchsgeschirr, Gefäße, Kunstobjekte, Haus- und Gartenkeramik sowie Schmuck – die Bandbreite des Töpfermarktes war auch in diesem Jahr wieder groß. Auch ein kurzzeitig einsetzendes Unwetter am Sonnabend trübte die Freude nicht.

An zwei Tagen lockte die Keramikkunst wieder Tausende von Besuchern bei – überwiegend – gutem Wetter in die Innenstadt. Zum achten Mal organisiert vom „Keramik Centrum Kellinghusen“ (KCK), beeindruckte vor allem erneut die Vielfalt. 70 Keramiker aus Deutschland, den Niederlanden, Südkorea und Lettland stellten ihre Gebrauchs- und Dekogegenstände vor, ausgewählt von einer Fachjury.

Alles fließt: Kleine Brunnen für drinnen und draußen boten Eckhard Pieper und Christel Schäfer-Pieper aus Worpswede an.  Fotos: Ludger Hinz
Ludger Hinz
Alles fließt: Kleine Brunnen für drinnen und draußen boten Eckhard Pieper und Christel Schäfer-Pieper aus Worpswede an. Fotos: Ludger Hinz
 

Am ersten Tag herrschte wegen wechselhaften Wetters noch Unsicherheit. „Das Wetter ist unberechenbar“, so Keramikerin Renate Langhein auf dem Oberen Marktplatz. „Ich habe hier schon viel erlebt.“ Zufrieden waren sie und ihr Mann Jochim Langhein, bereits seit 25 Jahren dabei, dennoch.

Wasserspender mit Fische

Friederike Karsten aus Nahe bei Hamburg, die mit Steinzeuggeschirr für Haus und Küche vertreten war, freute sich über „eine Menge Leute, die etwas gekauft haben“. Ihre Gefäße wie Brattöpfe und Dosen, die Plastik und Tupperdosen ersetzen sollen, erfreuten sich großer Beliebtheit. Auch Wasserspender in Form von Fischen und Dinosauriern von Michael Kalz aus Jübek riefen Interesse hervor.

Die drei bis vier Regenschauer am ersten Tag haben aber wir locker verkraftet Michael Gatke, Organisator
 

Mit ihren Wasserbrunnen erregten Eckhard Pieper und Christel Schäfer-Pieper aus Worpswede, seit drei Jahren dabei, Aufsehen bei den Besuchern auf dem unteren Markt. „Die kann man selbst mit unterschiedlichen Aufsätzen umgestalten“, erläuterte Eckhard Pieper. Einige der Erzeugnisse von Elisabeth Könings-Schumann aus Düsseldorf sahen aus wie echte Blumen – sind aber Keramik. „Es sind Fantasieblumen, die durch die Glasur und Dekofarbe leuchten“, schilderte sie, „und sie sind sehr beliebt als Deko im Grün des Gartens“.

Mit seinen Figuren und Drachen kam Michael Kalz aus Jübek beim Publikum gut an.
Ludger Hinz
Mit seinen Figuren und Drachen kam Michael Kalz aus Jübek beim Publikum gut an.
 

Ein besonderer Blickfang waren auch die skurrilen und teilweise frechen Figuren von Diplom-Designer Martin Sprave und Diplom-Objekt-Designerin Diane Tafel, die zum ersten Mal in Kellinghusen waren. „Ich bin mehr Bildhauer und stelle die Figuren vom Relief bis zur Skulptur in kleinen Serien her“, erzählte Martin Sprave, der früher Gruppenausstellungen mit Gerhard Richter und Joseph Beuys hatte. Seine Frau designt Schmuck. „Guter Markt, toller Platz“, fasste er zusammen.

Pflanzenschilder

Pflanzschilder für den Garten kaufte Kundin Hilke Bornholdt aus Stuttgart, ursprünglich Kellinghusen. „Die sind wetterfest und kommen jedes Jahr zum Einsatz“, erzählte sie. „Ich kenne den Markt seit vielen Jahren und komme immer gerne wieder hierher, denn er gefällt mir nach wie vor sehr gut.“

Mit einem Bierwagen und einem kulinarischen Angebot stellte sich der neue Inhaber des griechischen Restaurants „Keramos“ am Marktplatz vor.

So war Veranstalter Michael Gatke (KCK) trotz einiger Widrigkeiten zufrieden. „Leider mussten vier Ausstellerinnen aus persönlichen Gründen absagen. Die drei bis vier Regenschauer am ersten Tag haben aber wir locker verkraftet. Die Töpfer sind zufrieden und haben sich sogar spontan zum Musikmachen zusammen gefunden.“

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