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Kranzniederlegung im Gudendorfer Forst soll Erinnerung wach halten

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erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Gudendorf | In Gedenken an russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die in Gudendorf ihre letzte Ruhestätte, erfolgt heute die traditionelle Kranzniederlegung im Gudendorfer Forst. Veranstalter ist die Initiative "Blumen für Gudendorf", Beginn ist um 14 Uhr.

Lieder gegen Krieg und Gewalt werden die Gedenkveranstaltung umrahmen. Einen Vortrag wird Professor Dr. Helmut Grieser von der Universität Kiel halten. Mit einer Andacht schließt die Veranstaltung. Danach haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, Blumen auf den Grabfeldern niederzulegen. Nach der Gedenkveranstaltung laden die Gudendorfer zu Kaffee und Kuchen in ihr Dorfhaus "Uns Dörpshus" ein.

Um den Ehrenfriedhof Gudendorf zu erhalten und die Stätte nicht in Vergessenheit fallen zu lassen, hatte sich 1983 ein Personenkreis aus der antifaschistischen und der Friedensbewegung Schleswig-Holsteins gebildet, der sich "Initiative Blumen für Gudendorf" nennt. Ihm schlossen sich nach und nach immer mehr Einwohner aus Dithmarschen an. Alljährlich um den 8. Mai veranstaltet die Initiative auf dem Gudendorfer Ehrenfriedhof eine Mahn- und Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Toten und an die Verbrechen des NS-Regimes. Die Veranstaltung soll auch ein Aufruf zu Frieden und Völkerverständigung sein.

Nach wie vor bemüht sich die Initiative um das Auffinden von Zeitzeugen und um die Sammlung von Fakten und Dokumenten. Das Ziel dieser Bemühungen ist es, die furchtbaren Verbrechen aufzuklären. Der Gedanke der Initiative "Blumen für Gudendorf" lautet: "Nur wer die Vergangenheit kennt, kann aus ihr für die Zukunft lernen".

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