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SC Itzehoe Eagles : Kraftakt für die Basketball-Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Körbe für die Eagles am Lehmwohld: Der bundesligagerechte Umbau ist rechtzeitig zum nächsten Heimspiel fertig.

von
erstellt am 06.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Es kam überraschend: Im Sommer stiegen die Sport-Club Itzehoe Eagles in die 2. Basketball-Bundesliga ProB auf, als sie das Teilnahmerecht aus Hannover übernehmen konnten. Viel Arbeit wartete und ein großes Problem: Das Feld am Lehmwohld war 26 Meter lang und damit zwei Meter zu kurz. Von der Liga gab es eine Ausnahmegenehmigung, aber nur bis zu den Herbstferien. Nun hängen neue Körbe, das Feld ist verlängert. Gerade noch rechtzeitig: Morgen Abend um 19.30 Uhr erwarten die Eagles die Otto Baskets Magdeburg.

Gestern standen noch Baugerüste in der Halle, als sich die Beteiligten unter den neuen Körben trafen: Eagles-Förderverein, Schulen, Vertreter der Stadt und viele Unterstützer aus der Wirtschaft. Sehr konstruktive Gespräche habe es mit der Stadt und auch der Politik gegeben, sagte Volker Hambrock, Vorsitzender des Eagles-Fördervereins. Damals war der Aufstieg nur eine Möglichkeit, plötzlich war er Realität: „Nun musste das alles ganz schnell gehen.“ Schneller, als die Politik über die Bereitstellung von mehreren 10 000 Euro entscheiden konnte. Denn bei der Versetzung der Körbe musste eine komplett neue Anlage installiert werden, die alte genoss nur Bestandsschutz.

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen holte die Beteiligten an einen Tisch, inklusive der Stadtwerke Itzehoe. Für deren „sehr großzügige“ Unterstützung dankte Hambrock: „Sonst hätten die Körbe hier so nicht gehangen.“ Gern geschehen, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tenfelde: „Wir sind stolz darauf, dass wir eine Profi-Mannschaft hier in Itzehoe haben.“

Statische Berechnungen, Aufmalen der neuen Linien, Stellen von Gerüsten, Elektroinstallation für die nun per Schalter hoch- und herunterfahrbaren Körbe – Hambrock dankte vielen weiteren Unterstützern. Seine eigene Firma Hudo aus Dägeling fertigte die Unterkonstruktion und montierte diese. Das geschah in den vergangenen Tagen – der geplante Termin in den Herbstferien war von der Firma, die die Korbanlage lieferte, nicht zu halten gewesen. Die beiden Schulen am Lehmwohld hätten es erduldet, so Hambrock. Weitere Schwierigkeit: Die Lieferfirma empfahl auf einmal eine andere Anlage, so musste die Statik erneut gefertigt werden. Viel ehrenamtlicher Einsatz sei zudem in den Umbau geflossen, von Eagles-Schatzmeister Stefan Flocken und Martina Iversen, Leiterin der SCI-Basketballabteilung, bis zu den Freiwilligen, die die alten Linien abkratzten.

Ergebnis: Die Stadt musste nur die Rechnung von Prüfstatiker Rafikh Ben-Hassen übernehmen, der gestern zufrieden vom Gerüst herunterstieg. Die knappen Mittel seien bei Jugend oder Kultur besser eingesetzt, so Hambrock: „Wir sind froh, dass wir der Selbstverwaltung die Gelegenheit geben, das Geld den Leuten zu geben, die es nötiger haben als wir.“ Alles sei zudem geschafft worden, ohne die Ressourcen des SCI in Anspruch nehmen zu müssen.

So dankte auch Bürgermeister Koeppen den Unterstützern: „Das macht deutlich, dass die Eagles eine hohe Wertschätzung in Stadt und Region genießen.“ Es sei wichtig in einer Sportstadt, dass sowohl dem Profi- als auch dem Breitensport geholfen werde. Jetzt seien die Körbe da – als „wichtige Grundlage dafür, dass die Eagles auch in Zukunft den guten Namen der Stadt weit hinaustragen“.

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