zur Navigation springen

VHS Glückstadt : Kräuterküche und chinesische Kultur

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Sommerprogramm der Volkshochschule veröffentlicht: Neue Sprach- und Kochkurse. Jahresbilanz 2015 fällt positiv aus

Die Volkshochschule ist noch im Winterschlaf, so scheint es zumindest. Im großzügigen Foyer herrscht Stille, nur das leise Summen der Heizung ist zu hören. Ein Stockwerk höher klingelt ein Telefon. „Volkshochschule Glückstadt, Borwieck, Guten Tag“, meldet sich eine Frauenstimme. Der Anrufer möchte sich anmelden zu dem neuen chinesisch Kurs. Schon der zweite, dabei wurden das Kursprogramm für den Sommer 2016 erst Anfang der Woche veröffentlicht.

„Das Programm liegt jetzt in der Innenstadt in vielen Läden aus und ebenso in den beiden Edeka-Märkten“, so Gesa Borwieck, Vorstandsmitglied des Trägervereins der Volkshochschule. „Den chinesisch Einführungskurs gibt es erst seit diesem Semester. Ich bin gespannt, wie der angenommen wird.“ In den zehn Unterrichtseinheiten wird die gesprochene Sprache Mandarin, – das ist Hochchinesisch – gelehrt sowie die chinesischen Schriftzeichen des Alltags, aber auch die Kultur und China als Arbeitsort spielt ein Rolle. „Passend dazu bieten wir auch den Vortrag Metropolen Chinas an.“

Neben Englisch, Schwedisch und Dänische können seit dem vergangenen Semester an der Volkshochschule auch Türkisch und Spanisch gelernt werden. „Die beiden neuen Sprachkurse sind gut besucht worden. Insbesondere der Türkisch-Kurs wird von Jüngeren sehr angenommen“, sagt Gesa Borwieck.

Doch nicht nur Sprachenfreunde kommen auf ihre Kosten, auch für die Hobbyköche ist im nächsten Jahr etwas dabei. „Nachdem wir im vergangenen Jahr keine Kochkurse anbieten konnten, gibt es jetzt wieder welche.“ Kräuterküche und Türkische Küche stehen auf dem Programm. „Gerade bei Kochkursen ist es schwer Dozenten zu finden, aber jetzt haben wir wieder welche.“

Keine weiteren Lernangebote gibt es im Bereich EDV-Grundlagen. Sie seien aus dem Programm genommen worden, da sie kaum angenommen wurden. „Dabei waren sie vor wenigen Jahren noch der Renner. Dafür bieten wir jetzt aber Kurse in Bildbearbeitung und Photoshop an.“ Auch ein Grundlagenkurs in Fotografie steht neu im Programm. „Wenn das Angebot genügend Zulauf erhält, wollen wir auch eine Arbeitsgemeinschaft gründen“, so Borwieck. Dort könnten sich die Mitglieder dann einmal im Monat oder alle zwei Monate austauschen.

Um den Austausch von Meinungen und Denkansätzen geht es auch in der Veranstaltungsreihe „Forum aktuell“. Dort wird über aktuellen Themen informiert und diskutiert. Dazu werden passende Referenten eingeladen. „Im vergangenen Jahr hatten wir hier ein etwa ein Forum zum Thema Bürgermeisterwahl. Das wurde sehr gut besucht.“

Auch hinsichtlich des Flüchtlingszustroms, ein Thema, das viele beschäftigt, sei reagiert worden. So wird in diesem Jahr erstmals der Kurs „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ angeboten. Darin soll interkulturelles Wissen vermittelt und die Chancen und Grenzen des Ehrenamtes dargelegt werden. Den Kurs „Christentum für Moslems – Islam für Christen“, organisiert und gestaltet von Kay Mordhorst, gäbe es allerdings schon seit etwa fünf Jahren. „Doch jetzt gewinnt das Angebot nochmal an Relevanz.“

Deutschkurse sind im Programmheft jedoch nicht zu finden. „Die stehen nicht drin, weil diejenigen die sie brauchen, die Ankündigung wahrscheinlich nicht lesen können.“ Aktuell laufen fünf Deutschkurse für Flüchtlinge. In den Klassen sitzen 15 bis 20 Personen. Am Montag beginne ein weiterer Kurs. „Zu uns kommen die Menschen, die der Stadt zugewiesen worden sind, nicht diejenigen aus dem Erstaufnahmelager.“ Es seien viele junge Männer unter den Schülern. „Und sie sind meist sehr motiviert.“ Die Verantwortlichen seien gerade dabei die Lernenden neu zu sortieren. Denn der eine lerne schneller und der andere langsamer. „Das Land zahlt jedoch nur die ersten hundert Unterrichtsstunden und in der Zeit kann kaum einer eine Sprache lernen.“ Deshalb müsste jede weitere Stunde durch Spendengelder von Vereinen oder Privatpersonen finanziert werden.

„Durch die Organisation der Kurse für die Flüchtlinge war das vergangene Jahr eine stressige, aber gute und erfolgreiche Zeit für die Volkshochschule“, so Borwieck. Im vergangenen Semester haben etwa 2300 Personen an Kursen der Volkshochschule Glückstadt teilgenommen, und 3550 Unterrichtsstunden wurden gegeben. „Wir mussten kaum Veranstaltungsreihen absagen. Ich hoffe, dass kommende Semester verläuft ebenso positiv.“

>Volkshochschule im Wasmer-Palais, Königstraße 36, 04124/81079, E-Mail: vhs-glueckstadt@gmx.de, Bürozeiten: Dienstag: 9 - 11 Uhr, Donnerstag: 9- 11 Uhr. Anmeldung: telefonisch oder per Email möglich.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen