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Feuerwehr-Wettkampf : Kräftemessen auf dem Flughafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Marc Weilke aus Brunsbüttel startet beim „Berlin Firefighter Combat Challenge“, einem Leistungswettbewerb mit feuerwehrtypischen Aufgaben – in voller Montur.

Mehrere hundert Feuerwehrleute treten am 12. und 13. September beim „Firefighter Combat Challenge“, einem Leistungswettkampf, auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof gegeneinander an. Einer der Teilnehmer ist der 38-jährige Vertriebsingenieur Marc Weilke, der seit 2009 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel ist.

Herr Weilke, zum vierten Mal werden Sie beim Firefighter Combat Challenge an den Start gehen. Wie sind Sie dazu gekommen?
Marc Weilke: Das ist nach und nach gewachsen. 2010 haben Daniel Schmidt, Felix Wagner, André Raschen, der heute bei der Feuerwehr Oelixdorf Mitglied ist, und ich uns dazu entschieden, bei einem Stairrun zu starten. Nachdem wir das geschafft hatten, haben wir uns gesagt: Dann können wir auch am Berlin Firefighter Combat Challenge teilnehmen. Mittlerweile sind André Raschen und ich die einzigen aus dem Team, die sowohl am Treppenlauf als auch beim Combat Challenge starten.

Wie bereitet man sich darauf vor?
Lauftraining, Fahrrad fahren. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, bei der Feuerwehrzentrale in Nordoe einen sehr ähnlichen Parcours aufzubauen. Für den Stairrun durften wir in diesem Jahr im Brückenturm der B5 – also dem Revisionsturm für die Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal – trainieren.

Starten Sie beim Combat Challenge im Team – oder alleine?
Sowohl als auch. Ich nehme am Einzelwettbewerb teil, starte im Tandem mit André Raschen und in der Staffel mit einem gemischten Feuerwehr-Team aus Oelixdorf und Barmstedt.
Worauf kommt es beim Firefighter Combat Challenge an?
Entscheidend sind Schnellkraft, Wille – und natürlich die Technik. Als Einzelstarter haben wir fünf Disziplinen zu bewältigen, im Tandem-Wettbewerb werden diese aufgeteilt. Bei der Staffel übernimmt jeder eine Disziplin.

Haben die Aufgaben mit der Feuerwehr zu tun?
Das sind alles Tätigkeiten und körperliche Belastungen, die uns im Einsatzfall erwarten können. Nur sehr komprimiert.

Was ist Ihre Lieblingsdisziplin?
Lieblingsdisziplin ist eigentlich kein guter Begriff. Schön sind die ja alle nicht. Ich habe meine Stärken im Schläuche ziehen und beim Hämmern.

Und was fällt Ihnen am Schwersten?
Ganz am Schluss die 80 Kilogramm schwere Puppe zu ziehen. Das ist sicher für alle Teilnehmer der schwerste Teil. Man ist körperlich schon am Ende.

Gehen Sie in voller Montur an den Start?
In kompletter Feuerwehrschutzausrüstung – mit Helm, Handschuhen und Atemschutzgerät. So, wie wir als Feuerwehrleute in den Einsatz gehen würden. Allein die Ausrüstung wiegt zwischen 20 und 22 Kilogramm.

Dürfen sich Zuschauer auch versuchen oder ist das zu gefährlich?
In den Pausen zwischen den Wettkämpfen ist jeder willkommen, das auszuprobieren. Diese Veranstaltungen sollen ja immer auch Werbung für die Feuerwehren sein – und jedem anschaulich machen, welche Anforderungen und körperlichen Belastungen bestehen.

Im Mai waren Sie mit André Raschen beim Stairrun in Berlin dabei. Wie viele Stufen mussten Sie erklimmen?
770 Stufen bis ins 39. Obergeschoss des Park-Inn Hotels. Grob geschätzt sind das 110 Höhenmeter, die man bewältigen muss.

Wie lange haben Sie dafür gebraucht?
Die richtig Guten liegen bei knapp unter sechs Minuten. Unser persönliches Ziel ist immer eine Zeit von unter zehn Minuten. In diesem Jahr waren wir nicht ganz so gut. Wir haben knapp über zwölf gebraucht.

Da waren Sie sicher froh, dass es für den Rückweg einen Fahrstuhl gab?
Hoch darf man mich ja gerne zweimal schicken, aber runter gehe ich nicht. Mit 20 Kilogramm auf dem Rücken geht das ganz schön auf die Knie.

>Infos: www.fcc-germany.de


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