400-Jahr-feier : Kostüme und Kanonen

Treffen: Gerhard Blasberg mit Bürgermeisterkollegin Birgith Hansen und Ole Baron Sørenen (re.) vom Tordenskiodverein.
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Treffen: Gerhard Blasberg mit Bürgermeisterkollegin Birgith Hansen und Ole Baron Sørenen (re.) vom Tordenskiodverein.

Delegation aus Glückstadt besucht historisches Stadtfest in Dänemark und sammelt Ideen und Anregungen für 400-Jahr-Feier 2017.

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02. Juli 2014, 05:00 Uhr

Für die Matjeskekse am Info-Stand konnten sich die Dänen begeistern. Und auch sonst war das Interesse an Glückstadt und seiner Geschichte bei den Besuchern der Tordenskioldtage im norddänischen Frederikshavn durchaus vorhanden. „Wir hatten viele interessierte Gäste an unserem Stand und haben bei ihnen für einen Besuch in Glückstadt geworben“, berichtet Annett Kautz vom Glückstädter Tourismusbüro (GDM). Gemeinsam war sie mit Stadtmanager Jingkai Shi und Bürgermeister Gerhard Blasberg zu dem historischen Stadtfest gereist, um Kontakte im Tourismusbereich zu knüpfen und auf die ehemals dänische Stadt an der Elbe aufmerksam zu machen.

Unterstützt wurden sie dabei vom Herzhorner Kai Pees, der selbst in Frederikshavn gelebt hat und dort in einem Verein zur Organisation der Festtage rund um den dänischen Seehelden Peter Wessel Tordenskiold aktiv ist. Pees hatte nicht nur den Info-Stand auf dem historischen Markt des Stadtfestes angeregt, sondern sich auch um ein Treffen zwischen Stadtvertretern aus beiden Städten bemüht.

Die Glückstädter Delegation war auch nach Frederikshavn gereist, um Ideen für die 2017 anstehende 400-Jahr-Feier zu sammeln. „Es war sehr interessant, die Organisation der Tordenskioldstage zu sehen. Die Veranstaltung ist viel stärker auf die Historie ausgerichtet als unsere Matjeswochen und bekommt dadurch ein besonderes Flair“, sagt Annett Kautz.

Jingkai Shi sieht in einer nachgestellten Seeschlacht im Hafenbecken einen geschichtlich-orientierten Höhepunkt, der auch in Glückstadt das Publikum begeistern könnte.

Auch was die Beteiligung der Bevölkerung an Planung und Durchführung der Festtage angeht, könnte Frederikshavn nach Meinung von Annett Kautz als Vorbild dienen: Die Veranstaltung wird dort von zwei sehr engagierten Vereinen mit sehr vielen ehrenamtlichen Helfern getragen. „Das ist sicher ein großer Vorteil.“

Konkrete Pläne für eine weitere Kooperation zwischen beiden Städten hat die Reise noch nicht erbracht. Annett Kautz: „Alle Beteiligten wollen jetzt erstmal die vielen Eindrücke und Ideen sammeln und verarbeiten. Dann unterhalten wir uns darüber, wie wir auf dem ersten Kontakt aufbauen und was an Kooperation möglich ist. Interesse ist jedenfalls auf beiden Seiten vorhanden.“ Jingkai Shi ist sich sicher, dass der Tordenskiold-Verein auf der 400-Jahr-Feier in der Elbestadt vertreten sein wird: „In welcher Form muss sicherlich in den kommenden Jahren noch im Detail geplant werden, aber farbenfrohe Kostüme und Kanonen dürfen wir wohl erwarten.“ Der Stadtmanager knüpfte auch Kontakte zu einer Schauspieltruppe aus Köln, die in Frederikshavn aufwändig kostümiert eine Piratenbande darstellte. Hier könnte er sich ebenfalls ein Engagement für die 400-Jahr-Feier vorstellen.

Bürgermeister Gerhard Blasberg sagte zu der Veranstaltung, es seien tolle Ideen darunter gewesen. Es sei aber eine kleine dänische Regionalveranstaltung, „nicht geeignet für ein großes Spektakel.“

Zudem trafen die Glückstädter auch auf einen weiteren Bekannten: Der Däne Lars Berg Møller, der von Glückstadt nach Skagen gewandert ist (wir berichteten), hat ebenfalls Kontakte in die norddänische Stadt und besuchte den Glückstädter Info-Stand auf dem Stadtfest. Er könnte sich vorstellen, anlässlich der 400-Jahr-Feier 2017 eine ähnliche Wanderungsaktion wie in diesem Jahr zu starten. Nur dann in umgekehrter Richtung vom Norden Richtung Elbe.

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