zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 22:12 Uhr

Kellinghusen : Kostenfreies WLAN für alle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hotspots sollen in ganz Kellinghusen verteilt werden und freien Zugang zum Internet ermöglichen. Vorbild ist eine Stadt in Westfalen.

Gemütlich im Café oder Restaurant sitzen und per Smartphone oder Tablet durch das touristische Angebot der Störstadt stöbern? Beim Sonnen auf der Freibadwiese munter drauflos surfen? Wenn es nach der CDU geht, soll das über ein kostenloses Internetangebot Realität werden.

Einfach das Kellinghusen-WLAN auswählen und direkt ohne vorherige Anmeldung lossurfen: „Das wäre eine enorme Attraktivitätssteigerung für die Stadt“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Simon Schlüter. In Zeiten von Laptop und Co. könne die Kommune mit einem freien Netzzugang nur gewinnen, sind sich auch die Fraktionskollegen einig. Vorteile sehen die Unionsvertreter vor allem für den Tourismusstandort Kellinghusen. Aber auch für die Wirtschaft, wie etwa die Gastronomie wäre das freie WLAN ein großer Mehrwert.

Bereit gestellt werden sollte der Online-Service nach den Vorstellungen der Christdemokraten an verschiedenen Plätzen der Stadt. „Neben der Innenstadt könnte es auch Einwahlpunkte im Bereich des Wohnmobilstellplatzes und das städtischen Freibads geben“, sagt Peter König. Vom innerstädtischen Standort des Bürgerhauses über das Rathaus sollte sich das freie Netz entlang der Lindenstraße bis hinauf zum Liliencron-Gelände ziehen.

Auch für die Gäste der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung wäre der freie Zugang in verschiedenen Orten eine große Erleichterung. „Sie müssten sich nicht an bestimmten Punkte einfinden, um mit ihren Familien zu kommunizieren. Bislang sei es nur im Bereich des Rathauses und des Bürgerhauses möglich. In Ratssaal und Bürgerhaussaal können Politiker und Besucher Ausschusssitzungen schon seit geraumer Zeit digital verfolgen. „Das haben wir aus dem Bauausschuss heraus angeregt, um der Papierflut Herr zu werden“, sagt Vorsitzender Hans-Jörg Krützfedt.

Als Vorbild für die Einrichtung des freien WLAN hat sich die Union die Stadt Minden genommen. „Vom Minden Marketing wurde fast die gesamte Innenstadt mit einem freien Netz belegt“, erklärt Rainer Kruse. Auf Nachfrage erfuhr der CDU-Mann außerdem, dass die meisten Hotspots von Geschäftsleuten gesponsert werden. „So könnte es auch in Kellinghusen laufen“, sagt Kruse. „Die Stadt übernimmt die Vorreiterrolle und dann folgt die heimische Wirtschaft.“ Mit einem Kostenbeitrag in Höhe von 24,90 Euro pro Einwahlpunkt und Monat sowie einmaligen Konfigurationskosten von 50 Euro sei eine großflächige WLAN-Lösung eine lohnenswerte Investition. „In Minden machte auch die Stadt den Anfang“, berichtete Kruse. „Aber dann haben die Geschäftsleute die Vorteile gesehen und sich eingeklinkt.“ Vormals schwierige Themen wie Störerhaftung und Betreiberrisiko seien nicht mehr aktuell, unterstreicht König eine sichere, schnelle und unkomplizierte WLAN-Installation. Kunden, Patienten, Besuchern und Gästen könne das Netz ohne Risiko zur Verfügung gestellt werden. „Fragen einer datenschutzrechtlichen Haftung kommen nicht mehr zum Tragen.“ Das Konzept eines kostenlosen Internetzugangs sei vielmehr ein Faktor, das Image der Stadt aufzuwerten. Eine wichtige Rolle könnte es zudem im Stadt- und Standortmarketing übernehmen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen