Neubau der Itzehoer Hauptfeuerwache : Kosten explodieren

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Die Stadtverwaltung legt eine neue Schätzung vor und erwartet einen Baupreis von knapp 10 Millionen Euro.

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16. April 2018, 05:00 Uhr

Der geplante Neubau der Hauptfeuerwache an der Kastanienallee wird deutlich teurer als bisher angenommen. Das geht aus einer Kostenschätzung hervor, die die Stadtverwaltung veröffentlicht hat. Demnach sind für den Neubau nach aktuellen Planungen Kosten in Höhe von 9,7 Millionen Euro zu erwarten. Bisher war von 6,3 Millionen Euro die Rede – diese Summe ging auf eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 zurück. Die Kostenexplosion soll heute Thema im Hauptausschuss der Ratsversammlung sein. Dessen Mitglieder müssen entscheiden, ob die Planungen trotzdem fortgesetzt werden.


Verwaltung will Planungen fortsetzen

Dazu betont die Verwaltung in der die Kostenschätzung begleitenden Sitzungsvorlage: Ein weiterer Betrieb am bisherigen Standort an der Hindenburgstraße sei „auf Dauer nicht vertretbar“. Eine Sanierung, die ursprünglich vor einigen Jahren als Alternative zum Neubau diskutiert wurde, lehnt die Verwaltung ebenfalls ab. „Die vorhandenen Rahmenbedingungen und der aufgelaufene Investitionsstau am Standort Hindenburgstraße machen einen Neubau erforderlich“, heißt es dazu in der Vorlage.

Als Gründe für die stark gestiegenen, zu erwartenden Baukosten werden neben einer allgemein massiven Preissteigerung im Baugewerbe in den vergangenen Jahren auch Änderungen am Raumprogramm genannt.


Raumprogramm kontrovers diskutiert

Dieses sei zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehr „kontrovers, aber auch konstruktiv“ diskutiert worden. Gegenüber den Plänen, die der Machbarkeitsstudie von 2015 zugrunde lagen, sei es zu folgenden Änderungen gekommen: Zum einen wurde die Jugendfeuerwehr seinerzeit nicht berücksichtigt, ebenso seien die Lagerkapazitäten nicht korrekt berechnet worden. Zum anderen sei kein großer Schulungs- und Versammlungsraum geplant gewesen. Bei der Feinplanung habe sich deshalb herausgestellt, dass „eine zukunftsorientierte Feuerwache nach heutigen Standards nicht für die in der Machbarkeitsstudie genannten Kosten“ realisiert werden könne.

Weiter verweist die Verwaltung in der Vorlage darauf, dass die aktuelle Raumplanung mit allen Beteiligten abgestimmt sei und von den beteiligten Ämtern als „angemessen“ angesehen werde. Vergleichbare Feuerwachen im Land würden ähnlich viel kosten – als Beispiel wird ein Neubau in Kaltenkirchen genannt, der mit 9,5 Millionen Euro zu Buche schlug.



>Der Hauptausschuss tagt heute ab 16 Uhr öffentlich im Ständesaal des historischen Rathauses.

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