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Bildung : Kooperation mit der AVS ermöglicht „Burger Abitur“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wer in Burg die Gemeinschaftsschule besucht, kann künftig auch Abitur machen: Eine Kooperation mit der Auguste-Viktoria-Schule in Itzehoe macht es möglich.

Lange hatte die Gemeinschaftsschule Burg um eine eigene Oberstufe für das Abitur gekämpft. Doch letztlich fiel der Bescheid vom Bildungsministerium negativ aus. Jetzt hat das Kollegium um Schulleiter Ernst Hahn einen neuen Weg gefunden, um den Schülern den höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss zu ermöglichen: Gestern wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinschaftsschule Burg und der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) in Itzehoe unterschrieben. Durch die qualifizierte Partnerschaft mit dem Gymnasium in der Steinburger Kreisstadt soll Schülern aus Burg der Übergang erleichtert und der Weg zum Abitur geebnet werden.

Die ersten Gespräche habe es erst vor vier, fünf Wochen gegeben, berichtet Burgs stellvertretender Schulleiter Johann Waller. Dann sei alles sehr schnell gegangen. Und das war auch nötig, denn die ersten Zehntklässler aus Burg sind bereits für das nächste Schuljahr angemeldet. Oberstufenleiter Eberhard Parr hatte die AVS während eines Elternabends in Burg vorgestellt – und zwei vollständig ausgefüllte Anträge von Schülern erhalten.

„Wir haben eine Schule gesucht, die zu unserem Stil passt: offen, modern und innovativ. Mit der Auguste-Viktoria-Schule hat alles gepasst“, berichtet Burgs Schulleiter. Und AVS-Koordinatorin Sigrun Schmidt fügt hinzu: „Wenn man helfen kann und es so gut harmoniert, braucht man eigentlich gar keinen Vertrag.“

Kernstück der Kooperation sind Hospitationen – vor allem von Burger Schülern, die einige Tage oder eine Woche Probeunterricht in Itzehoe absolvieren. Aber auch die Lehrer sollen sich intensiv über die Unterrichtsstoff austauschen.

Dass eine Kooperation erfolgbringend sein kann, hat die an der AVS bereits bestehende Partnerschaft mit der Gemeinschaftsschule Wilster gezeigt. Von 21 Schülern, die im vergangenen Jahr in die Oberstufe nach Itzehoe gewechselt sind, hätten 20 einen guten oder sehr guten Durchschnitt erzielt, so Eberhard Parr.

Auch der Schulweg für die Burger sollte keine allzu großen Probleme bereiten. Mit dem Zug sind es etwa 20 Minuten. Genauso lange wie nach Meldorf und kürzer als nach Heide. Dort besteht eine zweite Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum Dithmarschen. So werden Burger Schüler in Zukunft qualifiziert auf alle höheren Abschlusse vorbereitet.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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