Kooperation bis Fusion – alles möglich

Verdiente Kameraden: Siegbert Wiebold (Mitte) wurde nach 50-jähriger Wehrzugehörigkeit zum Ehrenmitglied ernannt, die Jahresspange gab es für Thies Nagel (links) und Hans-Werner Rätz (2. v. li.) von Wehrführer Frank Nagel (re.) und seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Finke.
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Verdiente Kameraden: Siegbert Wiebold (Mitte) wurde nach 50-jähriger Wehrzugehörigkeit zum Ehrenmitglied ernannt, die Jahresspange gab es für Thies Nagel (links) und Hans-Werner Rätz (2. v. li.) von Wehrführer Frank Nagel (re.) und seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Finke.

Jahresversammlung der Kudenseer Brandbekämpfer / Feuerwehren müssen enger zusammenrücken

shz.de von
26. Januar 2015, 16:40 Uhr

„Die Feuerwehren müssen enger zusammenrücken, da die Personalstärken nicht mehr erreicht werden.“ Das betonte Wehrführer Frank Nagel während der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kudensee. Da der Kreiswehrführer auf Einhaltung der Mindeststärke poche, seien die Wehren Kudensee und Landscheide gehalten, dichter zusammenzurücken. Dabei stehe eine Kooperation ebenso im Raum wie eine mögliche Fusion.

Ein Höhepunkt der Versammlung waren Ehrungen. Siegbert Wiebold wurde nicht nur für seinen 50-jährigen aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet, sondern während der Hauptversammlung in Kudensee nachträglich mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande geehrt. Im Auftrag von Innenminister Stefan Studt überreichte Amtswehrführer Thorsten Heins gemeinsam mit Bürgermeisterin Anja Finke die Auszeichnung. Wehrführer Nagel ehrte darüber hinaus Hans Werner Rätz und Thies Nagel für 35-jährige Dienstzeit mit der entsprechenden Spange.

Wiebold war 1964 als Anwärter in die Feuerwehr eingetreten und arbeitete sich bis zum Brandmeister (1993) hoch. 1971 wurde er Kreisausbilder für Maschinisten und 1978 Kreisausbilder für Truppmann und Truppführer. Zehn Jahre war er Gerätewart der Kudenseer Feuerwehr. Er wurde jetzt zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Jahresversammlung begann traditionell mit einem Grünkohlessen, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte. In kurzen Grußworten hoben sowohl die Bürgermeisterin als auch der Amtswehrführer die geleistete Arbeit der Einsatzkräfte hervor. Im vergangenen Jahr musste die Wehr neben dem regelmäßigen Dienst- und Übungsbetrieb drei kleinere Einsätze fahren: zwei Türöffnungen vornehmen sowie einen Schwelbrand in der Dörpstroot löschen, bei dem größerer Schaden verhindert werden konnte. Großen Dank sprach der Wehrführer nicht nur allen Aktiven, sondern auch dem kompletten Vorstand aus, der in kurzer Zeit die Ausschreibung für den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges auf die Beine gestellt habe. Den Kauf hat inzwischen die Gemeinde perfekt gemacht und das neue Fahrzeug bestellt. Die Wehr rechnet damit, es im Oktober in Dienst stellen zu können. Der Kauf des 56  000 Euro teuren Fahrzeuges wurde durch einen Zuschuss von 12  500 Euro aus der Feuerschutzsteuer erleichtert.

Darüber hinaus konnte Bürgermeisterin Anja Finke Spenden in einer Gesamthöhe von 7570 Euro einwerben, so dass für die Gemeinde nur noch Kosten von zirka 36  000 Euro zu finanzieren sind.

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