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Dammann-Centrum : Kooperation abgelehnt: „Ich will nicht mehr“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hans Emil Lorenz sieht die Bemühungen zur Belebung der Itzehoer Innenstadt kritisch. Der Anlieger des La-Couronne-Platzes sieht sich als Alleinkämpfer und beklagt mangelnde Unterstützung.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Für Hans Emil Lorenz ist die Sache klar: „Wir sind Alleinkämpfer auf weiter Flur.“ Deshalb bleibt er außen vor bei Justus von Kries’ Bemühungen, die Wende in der Innenstadt zu schaffen.

Was der Hamburger jetzt versuche, hätten früher der Handel- und Gewerbeverein und die Werbegemeinschaft gemacht, unter seiner langjährigen Führung, so Lorenz. „Das ist für uns nichts Neues.“ Umsonst und ehrenamtlich sei das geschehen mit Mitstreitern, die an einem Strang gezogen hätten. Das habe sich nach der Gründung des Nachfolgevereins Wir für Itzehoe geändert. Die Kaufkraft sei stark gesunken, nur aus dem Einzugsbereich sei sie zu gewinnen. Bei vielen Unternehmen sei Itzehoe nicht mehr auf der Agenda.

Er wünsche von Kries eine glückliche Hand, sagt Lorenz. Doch auch er kenne den Handel, für das Dammann-Zentrum gebe es einen eigenen Vermarkter: „Wenn da ein Dritter dazwischen funkt, halten wir das nicht für gut.“ Wirtschaftlich gesehen sei die Immobilie im Verhältnis von Mieten und Kostenstruktur nicht interessant, bei dem älteren Gebäude sei auch auf „gewisse Baulichkeiten“ Rücksicht zu nehmen. Immerhin sei es das einzige Haus am La-Couronne-Platz, was seit langer Zeit nicht verkauft worden sei. Zum Glück seien seine Frau und er dank eigener Arbeit wirtschaftlich unabhängig.

Hinzu kämen die Probleme an dem Platz mit der „Randgruppe“: In dem „Alleinkampf“ der Anlieger steht Lorenz an der Spitze, allein seine Firma gebe für Ordnungsdienst und Reinigung im Jahr 25 000 Euro aus. Honoriert werde das nirgends: „Wo haben wir da jemals Unterstützung von der Gemeinschaft gehabt?“

Deshalb werde der Weg allein gegangen, so Lorenz. Entscheidende Fehler seien bei der Entwicklung des Handels gemacht worden, er aber habe immer nur öffentlich Prügel bezogen. „Warum soll ich mich immer treten lassen und trotzdem anderen, die Itzehoe in die Grütze gefahren haben, helfen, aus der Grütze zu kommen?“

Den Wunsch nach einer Kooperation betont Stadtmanagerin Lydia Keune-
Sekula gegenüber unserer Zeitung: „Wir würden eine Menge dafür tun.“ Doch Lorenz bleibt hart: „Wenn andere meinen, das anders machen zu müssen, dann müssen sie die Folgen tragen. Ich will nicht mehr.“

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