zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 03:52 Uhr

Koogstraße als Geschichts-Meile

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Brunsbütteler planen einen historischen Pfad vom Alten Hafen bis zu den Schleusen

Das Quartier an der oberen Koogstraße zwischen Röntgenstraße und der blauen Brücke soll aufgefrischt werden. Denn an dem Bereich, zu dem auch die Brunsbütteler Straße bis zum Alten Hafen zählt, ist die innerstädtische Entwicklung schon vor Jahren vorbeigezogen. Neben Projekten, die die Gebäude betreffen und den Verkehrsbereich vor allem dieses Abschnitts der Koogstraße, gibt es auch Ideen, wie zusätzlich zu Sanierungsarbeiten die Verweildauer von Passanten vergrößert werden könnte. Dazu zählt auch ein „historischer Pfad“.

Zu dem haben sich Michael Mohr, dessen Kanzlei in diesem Quartier liegt, und Thomas Schaack vom Verein für Brunsbütteler Geschichte zusammengetan. Ihre Idee: Wichtige Ereignisse für die Entwicklung Brunsbüttels vom erstmals urkundlich erwähnten Piratennest bis hin zum heutigen Industriestandort sollen auf einer Reihe Info-Tafeln kurz dargestellt werden. Dafür biete sich nicht nur der kurze Weg vom Alten Hafen bis zur blauen Brücke an, sind die beiden überzeugt, sondern bis hinunter zu den Schleusen. Somit könnte die gesamte Koogstraße von dem Projekt profitieren.

Ein Vorstoß, der nicht nur den Charme hat, gewissermaßen beiläufig Interessierten die Stadtgeschichte näher zu bringen. Die Umsetzung könnte auch äußerst kostengünstig sein, erzählt Mohr: „30 solcher Tafel im DIN-A3-Format kosten zwischen 700 und 1000 Euro.“ Die würden an Hauswänden angebracht und seien anders als die teuren, auf Ständern befestigten Info-Schilder sicher vor Randale.

„Die Brunsbütteler wissen oft nur wenig über ihre eigene Geschichte“, sagt er. Und für Gäste seien solche Informationen, wie sie der historische Pfad liefern könnte, ohnehin interessant. Weil er selbst auf Nummer sicher gehen wollte, habe er sich an den Geschichtsverein gewandt und in Thomas Schaack einen begeisterten Mitstreiter gefunden. Gerade mal 20 Stunden habe es gedauert, eine Präsentation zusammenzustellen. Da keine Zuschüsse aus der AktivRegion zu erwarten seien, müsse auch kein externes Büro beauftragt werden, findet Mohr und sagt in seiner Eigenschaft als Ratsherr, dass die ohnehin nicht prall gefüllte Stadtkasse nicht über Gebühr belastet werden müsse.

Notfalls, sagt Mohr, werde er einen Alleingang starten. Es müsse endlich etwas auf den Weg gebracht werden: „Es ist wichtig, etwas zu tun und nicht nur zu reden.“ Er ist überzeugt: „Wenn man anfängt, findet man auch Unterstützer.“

Die sucht jetzt Thomas Schaack. Denn es werden Bilder gebraucht, für deren öffentliche Verwendung das Urheberrecht eindeutig geklärt ist. „Bis zum 20. Jahrhundert ist relativ wenig passiert“, sagt er, „aber danach braucht fast jedes Jahrzehnt eine eigene Tafel.“ Die, so das Konzept, erhält einen Info-Text und dazu eine Abbildung zur Veranschaulichung. Gesucht werden zudem noch Hauseigentümer, an deren Gebäuden die Tafeln befestigt werden können. Im Arbeitskreis für die Sanierung der oberen Koogstraße haben Schaack und Mohr ihre Idee bereits vorgestellt, als nächstes geht es in den Bauausschuss. Michael Mohr hofft, dass es dann schnell grünes Licht gibt und zum Sommer die Tafeln installiert werden können.


>  Kontakt: t.schaack@gmx.de oder
Michael.Mohr@dithmarschen24.de

zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2016 | 07:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert