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Unternehmer : Kontakte knüpfen beim Speditions-Besuch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

120 Firmenvertreter beim Unternehmer-Schaufenster in der Spedition Sander.

von
erstellt am 11.Okt.2014 | 08:00 Uhr

„Vor dem Hintergrund der Globalisierung wird oft vergessen, was für spannende Unternehmen es in der Region gibt.“ Umso mehr freute sich Bernd Sander über reichlich Besuch: Der Geschäftsführer der gleichnamigen Spedition war Gastgeber für das Unternehmer-Schaufenster des Vereins Hightech Itzehoe. Rund 120 Firmenvertreter aus der Region waren gekommen.

Aber eine Spedition und Hightech? Das passe sehr wohl zusammen, sagte Vereinsvorsitzender Bernhard Rösler. Denn wie sonst sollten die Panel-PCs seiner Firma CRE vom Hungrigen Wolf ins Porsche-Werk nach Leipzig kommen? 600 Stück waren es seit 2013, und das müsse just in time funktionieren. Gern werde er weiter mit der Spedition zusammenarbeiten, denn es stehe ein neuer Auftrag über 500 Hightech-Computer ins Haus.

Nach einigen Neuaufnahmen hat der Verein mehr als 30 Mitglieder, mehr seien willkommen, warb 2. Vorsitzender Thomas Schmidt. Bei ihm liege das Formular bereits auf dem Tisch, machte Bernd Sander Hoffnung. Er schilderte die fast 90-jährige Geschichte der Spedition, die ihren Anfang nahm mit einer Stückgut-Sammelstelle in der Gaststätte „Zum Nesselblatt“ am Sandberg. Die Hindenburgstraße und schließlich die Gasstraße waren die weiteren Stationen, seit 1956 gibt es eine Niederlassung in Hamburg. Sander, der mit seinem Cousin Wolfgang Sander sowie Tanja Wilhelm zwei Mitgeschäftsführer hat, schilderte, wie das Unternehmen die Liberalisierung des Marktes erfolgreich meisterte und 1995 eine Niederlassung in Rostock eröffnete. Zwei Hamburger Betriebe wurden übernommen, heute hat die Gruppe mehr als 200 Mitarbeiter, 75 davon in Itzehoe.

In mehreren Netzwerken wie Cargoline ist die Firma Sander beteiligt für nationalen und internationalen Transport. Dabei werden Ziele direkt angefahren oder aber zentrale Knotenpunkte, wo Partner die Fracht übernehmen. Bei der Überwachung der Ladungen komme Hightech zum Einsatz, schlug Sander den Bogen zum veranstaltenden Verein. Aus- und Weiterbildung spielten eine große Rolle: „Ganz zentral ist in unserem Gewerbe der Mensch.“ Doch die Suche nach Kraftfahrern ist nicht einfach. Nur kurz streifte der Geschäftsführer das Thema Infrastruktur: Mit dieser gehe es bergab, dabei zahle allein die Firma Sander im Monat 55 000 bis 60 000 Euro Mautgebühren. „Dass diese in die Infrastruktur fließen, können wir nur hoffen – wir haben unsere Bedenken.“

Wo ein Logistik-Unternehmen tätig sei, stehe es um die Wirtschaft noch nicht so schlecht, sagte Thomas Schmidt. Es war das sechste Unternehmer-Schaufenster, 750 Besucher seien bisher gekommen. Stets stellt sich ein Betrieb vor, ein zentrales Ziel ist aber der Kontakt untereinander. Das klappte fast zu gut: Die Gäste schafften es vom Rundgang erst mit deutlicher Verzögerung zum Essen und zur Musik der „Stormtown Jazzcompany“ – überall bildeten sich Gesprächsgruppen.

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