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Selbstbehauptungskurs : Kompetenzen fördern und entwickeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Selbstbehauptung für Fünftklässler wird an der Gemeinschaftsschule Hohenlockstedt angeboten.

Eine Hand hat fünf Finger – eigentlich nichts Ungewöhnliches. Für die Fünftklässler der Wilhelm-Käber-Schule hat aber gerade dieses Bild eine große Bedeutung. Jeder Finger symbolisiert einen Trainingsbereich und die zugehörigen Fähigkeiten. Zusammen bilden Daumen, Zeige-, Mittel, Ring- und kleiner Finger die „Hand der Selbstbehauptung.“ „Die Finger stehen für Wahrnehmung, Wirksamkeit, Verantwortung, Vertrauen und Hilfe und sollen symbolisch gesehen die Bedeutung ´Nimm dein Leben selbst in die Hand` hervorheben“, betonen der pädagogische Mitarbeiter Markus Himmelhan und die Schulsozialarbeiterin Heike Lilja. Ein Jahr lang absolvierten sie eine Zusatzausbildung zum Selbstbehauptungsträger mit Zertifizierung und bieten jetzt Fünftklässlern unter dem Motto „Aufrecht in die Welt gehen“ ein besonderes Unterrichtsfach an. „In der heutigen Zeit, in der insbesondere junge Menschen so vielen Anforderungen und Herausforderungen ausgesetzt sind, ist es umso wichtiger, innerlich gewappnet und gestärkt zu sein“, sagt Heike Lilja.

Das übergeordnete Ziel des Selbstbehauptungstraining bestehe darin, die sozialen und persönlichkeitsstärkenden Kompetenzen der Schüler zu fördern und zu entwickeln. „Die Kinder sollen im Laufe des Trainings befähigt werden, sich für ihre Anliegen einzusetzen, aber auch die Anliegen anderer zu respektieren und Kooperation zu entwickeln.“ Es gehe darum gehe, deutliche Grenzen setzen zu können und in bedrohlichen Situationen handlungsfähig zu sein. „Ohne der Illusion zu erliegen und alles alleine schaffen zu können“, so Lilja.

Das Training ist auf acht Wochen angelegt und innerhalb dieser Zeit mit zwei Wochenstunden im Stundenplan verankert. In dieser Zeit sollen die Jungen und Mädchen auf unangenehme oder bedrohliche Situationen angemessen vorbereitet werden, ohne eine Angstkultur zu schaffen. Wichtig ist es den Trainern auch, das Selbstbehauptungstraining geschlechtergetrennt zu erteilen. Zwar seien sowohl Jungen als auch Mädchen von der Erfahrung von Angst und Gewalt in unserer Gesellschaft betroffen, jedoch auf unterschiedliche Art und Weise. Während bei den Jungen neben Kampfspielen viele weitere Methoden eingesetzt werden, arbeiten die Mädchen mit Methoden aus der Bewegung und Theaterpädagogik. „Insbesondere bei dem Thema Inklusion ist der Selbstbehauptungskurs sehr wichtig“, sagt Schulleiter Jörn Gasterstedt. Bewusst habe man sich dafür entschieden, ausschließlich den Stundenplan der Fünftklässler um dieses Angebot zu erweitern. Neben der Findung einer neuen Klassengemeinschaft stünde dort auch das neue Schulklima im Fokus. „Unser Schulklima zeichnet sich durch einen respektvollen Umgang, Toleranz und Gewaltfreiheit aus.“

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erstellt am 13.Feb.2015 | 17:18 Uhr

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