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Ehrenamtsmesse : Königliches Ehrenamt für Hohenlockstedter Kartoffel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit Blick auf die große Ehrenamtmesse am 1. März in Itzehoe stellen wir drei ehrenamtlich aktive Gruppen vor. Heute: die Pellkartoffelköniginnen aus Hohenlockstedt.

„Was macht eine Pellkartoffelkönigin? Kartoffeln pellen.“ Dass diese Annahme weit verbreitet ist, weiß Dorthe Reimers, die bis September vergangene Jahres selbst Pellkartoffelkönigin war. Doch der Posten bedeutet viel mehr: „Wir vertreten Hohenlockstedt, die Pellkartoffel und die Erzeugergemeinschaft hier im Ort, aber auch in der Region und darüber hinaus“, erklärt Ann-Christin Bestmann ihr Ehrenamt. Seit September ist die 25-jährige Lehramtsstudentin Pellkartoffelkönigin, zuvor begleitete sie Reimers ein Jahr lang als Prinzessin.

Bei Veranstaltungen mit Kindern gehe es darum, „Produkte aus der Region und das Bewusstsein für die Landwirtschaft in die Köpfe der Kinder und damit auch in die der Eltern wieder einzupflanzen“, so Bestmann. Die Pellkartoffelkönigin ist laut Reimers das „Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern“ – sowohl regional als auch landes- und bundesweit auf Messen und anderen Veranstaltungen. Zudem reisen die Majestäten zu Königinnentreffen in alle Ecken der Republik: Bis ins südlichste Königshaus Deutschlands, zur Heukönigin nach Pfronten ins Allgäu, soll es für Bestmann und ihre Prinzessin Nadine Siebert in diesem Jahr gehen.

Hohenlockstedt und seine Kartoffeln bekannter zu machen, sei der Antrieb für ihr ehrenamtliches Engagement gewesen, so Reimers. „Es ist schön, wenn jemand sagt ‚Hohenlockstedt kennen wir‘ oder ‚Es lohnt sich, da mal hinzufahren‘“, findet Bestmann. Zudem kämen sie viel herum und lernten „unglaublich viele verschiedene Menschen kennen“.

Dorthe Reimers, die sich nach ihrer Amtszeit als Königin jetzt vermehrt im Landesvorstand der Landjugend engagiert, handelt vor allem aus dem Bedürfnis heraus, „etwas für die Gesellschaft zu tun“. „Viele meckern, tun aber nichts“, meint sie. Im Ehrenamt sieht sie die Chance, eigene Ideen einzubringen und es so zu machen, wie sie selbst es sich vorstellt. „Man darf keine Angst vor der Verantwortung haben“, so die 25-jährige Hauswirtschaftsleiterin. Auch Ann-Christin Bestmann meint: Gerade junge Leute sollten sich mehr einbringen, um die Interessen der jüngeren Generation zu vertreten – auch wenn die Alteingesessenen es ihnen vielerorts nicht immer leicht machen. Auf der Ehrenamtsmesse wird sich die amtierende Königin mit Kleid, Schärpe und Krone präsentieren. Zurzeit ist sie auf der Suche nach einer Nachfolgerin für das Prinzessinnenamt ab September.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 12:02 Uhr

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