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Ausstellung : Knöpfe,Nussknacker und Eisenbahnen im Museum

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Herbstschau im Kellinghusener Fayencemuseum: „Sammeln aus Leidenschaft“

„Etwas für Jungen, etwas für Mädchen und etwas für Weihnachten“ – der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Rübner (SPD) fasste treffend zusammen, was die kommende Herbstschau im städtischen Fayencemuseum bietet: Unter dem Titel „Sammeln aus Leidenschaft“ zeigt sie Exponate aus drei unterschiedlichen privaten Sammlungen.

Auf Knöpfe konzentriert sich die Sammelleidenschaft von Jutta Werner. Sei ihrem neuen Lebensjahr konzentriert sich die Kellinghusenerin auf den Gegenstand Knopf. Dem Kellinghusener Peter Tempel haben es Nussknacker – nicht nur aus dem Erzgebirge – angetan. Mehr als 200 Exemplare unterschiedlicher Größen hat er im Laufe der Jahre zusammengetragen. Georg Gaden aus Nortorf schließlich sammelt seit 1959 Spielzeug-Eisenbahnen und Autos. Eröffnet wird die Ausstellung im Beisein der Sammler am Donnerstag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr. Angeschaut werden kann sie bis Sonntag, 14. Dezember.

„Das Sammeln von Dingen gehört zu den ältesten Leidenschaften der Menschheit“, erklärt Museumsleiter Hans-Georg Bluhm. Private Sammlungen entstünden aus ganz individuellen Motiven heraus. Dabei würden die Sammler und Sammlerinnen oftmals zu hoch geschätzten Experten auf ihrem Sammelgebiet. „Ich habe schon als Junge schöne Sachen gehabt“, erklärt Georg Gaden. Das stets in Ehren gehaltene Spielzeug hat heute zum Teil Seltenheitswert.

Kaum noch zu finden sein werden die Massefiguren aus Sägemehl und Lehm, zu sehen in einem liebevoll gestalteten Western-Schaubild. „Als Jungs haben wir die Figuren mal draußen liegen lassen“, erzählt er. Nach einem nächtlichen Regenguss seien sie aufgeweicht und futsch gewesen. Begeistert sein werden kleine und große Jungen von seinen Schienenfahrzeugen, darunter eine Trix-Express-Eisenbahn sowie älteste Modelle aus dem Jahr 1935. Spannend sind zudem die Feuerwehr- und Polizeiautos sowie die Darstellung einer Verkehrskontrolle in der US-Zone 1946. In einem weiteren Teil der Schau glänzen und glitzern unter Glas Tausende von Knöpfen aus der Sammlung von Jutta Werner. „Schon das Aufbauen war eine anstrengende Sache“, räumt die Kellinghusenerin ein. Fein geordnet nach Materialien entführt auch die Knopf-Schau in längst vergangene Zeiten. Ausschnitte aus Modezeitschriften illustrieren, was in der Damenmode jeweils „letzter Schrei“ war und mit dem Accessoire Knopf entsprechend ausgestattet wurde. Besonders interessant sind die Tonknöpfe örtlichen Ursprungs. „In welcher Werkstatt sie hergestellt wurden, ist aber unklar“, so Werner. Im Eingangsbereich des Museums stimmt eine Nussknackerparade auf die Weihnachtszeit ein. Schon im 16. Jahrhundert waren die strammen Kerle zum Knacken harter Nussschalen vor allem im Alpenraum bekannt. Zum Zentrum der Nussknackerindustrie entwickelte sich später das Erzgebirge. Im Nebenerwerb stellten Bergleute dort hölzerne Nussknacker her. Ihre klassischen Formen, meist in farbenfroher Husaren-Uniform, erhielten sie aber erst im 19. Jahrhundert.

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