Itzehoe : Knifflige Aufgaben und Pizza satt

Stecken beim Grübeln die Köpfe zusammen: (v.l.) Naima Magheli (11), Mareike Mandel (12) , Stefanie Betz (11) und Ronja Schnoor (11) vom SSG. Fotos: Grundmann
Stecken beim Grübeln die Köpfe zusammen: (v.l.) Naima Magheli (11), Mareike Mandel (12) , Stefanie Betz (11) und Ronja Schnoor (11) vom SSG. Fotos: Grundmann

Lange Nacht der Mathematik an den Gymnasien in Itzehoe.

shz.de von
25. November 2018, 15:49 Uhr

Ein paar Schüler laufen aufgekratzt von Tisch zu Tisch, andere sind konzentriert am Knobeln und manche brechen in Jubel aus. An Itzehoes Gymnasien ist es wieder soweit: Zur langen Nacht der Mathematik treffen sich viele Schüler, Lehrer und Eltern abends in den Schulgebäuden, um die Nacht mit dem Lösen von Mathematikaufgaben zu verbringen.

„Ich bin hier um mein Bestes zu geben und weil ich einfach neugierig auf den Abend bin“, sagt Carsten Stollenwerk vom Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG). Die Aufgabenstellungen seien dem Elfjährigen nur etwas zu schwer. Mit vereinten Kräften versuchen sie in Gruppenarbeit die kniffligen Aufgaben zu lösen. „Aber wenn alle irgendwann aufgedreht sind, wird es richtig lustig“, fügt er lächeln hinzu.

An der Auguste Viktoria Schule (AVS) sieht es ähnlich aus, wie Hannes Neumann aus der 11d erklärt: „Mathe mag ich, das Treffen der Freunde und die schöne Atmosphäre stehen für mich heute jedoch im Vordergrund.“ Aber auch der 17-Jährige findet das Niveau der Aufgaben zu hoch.

Die Grundidee der langen Nacht der Mathematik sei schließlich nicht die eines Wettbewerbes, sondern ein soziales Miteinander zu schaffen und gemeinsam Lösungen zu finden. „Deshalb könnten die Aufgaben deutlich leichter sein“, findet SSG-Mathelehrer Volker Schlüter.

Die Aufgaben kommen aus Neumünster und werden an 337 Schulen aus ganz Deutschland geschickt. Wer sich erfolgreich durch die ersten beiden Runden – je zehn Aufgaben – gerechnet hat, kann die Lösungen der dritten Runde handschriftlich einreichen.

Es nehmen 140 Schüler der AVS, 125 des SSG und ungefähr 100 der KKS teil. Zu diesen Zahlen kämen zusätzlich noch etliche Eltern, ehemalige Schüler und die Mathefachschaft als Helfer.

Egal wie viele Aufgaben gelöst werden können, Nico Wabnitz, Mathelehrer der Kaiser-Karl-Schule (KKS), hatte ebenso Freude an den Erfolgserlebnissen seiner Schüler. „Wenn Schüler in Jubel ausbrechen, weil sie eine schwierige Aufgabe gelöst haben, geht uns Mathelehrern das Herz auf.“

Dabei stecken Lehrer und Schüler gern die Köpfe zusammen. „Es ist schön, wirklich Zeit zu haben, sich gemeinsam mit den Schülern an eine Aufgabe zu wagen, die auch die Lehrer noch nicht kennen“, sagt Volker Schlüter.

Neben dem Hauptthema „Mathe“ wird an den Schulen auch das Beiprogramm „Essen“ großgeschrieben. An der KKS ist ein Buffet aufgebaut, im SSG werden Waffeln verkauft und die AVS-Schüler lassen den Pizzaboten kommen. Und Carsten Stollenwerk ist sicher: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“

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