Kneipen-Wettkampf für Trinkfeste

Umkämpfte Partie (von links): Kevin Arndt, Patrick Kloss und Maik Weimann sowie Jörg und May-Britt Pittelkow.
Umkämpfte Partie (von links): Kevin Arndt, Patrick Kloss und Maik Weimann sowie Jörg und May-Britt Pittelkow.

32 Teilnehmer werfen um den Sieg bei Premiere des „Beer Pong“-Wettbewerbs

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21. Juli 2014, 05:00 Uhr

Sonnabendnachmittag im Garten der Cocktailbar „Dante“: Trotz der Sonnenschirme ist es brütend warm. Und nun auch noch Bier trinken? Eine echte Anforderung auch für hart gesottene Kneipengänger.

Aber genau das konnte den 32 Teilnehmern passieren bei der Premiere des „Beer Pong“-Wettbewerbs. Der Name ist zusammengesetzt aus „Beer“ und „Ping Pong“. Gespielt wird auf einem langen Tisch, der aussieht wie eine schmale Tischtennisplatte ohne Netz. Auf jeder Seite steht eine Zehnerpyramide aus 0,4-Liter-Pappbechern, von denen jeder mit 0,1 Liter Bier gefüllt ist. Aus einem Abstand von 2,40 Metern müssen die Kontrahenten abwechselnd Ping-Pong-Bälle in die Becher werfen. Trifft einer, muss die andere Seite diesen Becher austrinken. Ist eine Seite abgeräumt, müssen die Verlierer die Becher der Gegner auch noch austrinken. „Beer Pong“ soll sogar einen Vorläufer im alten Griechenland haben – gespielt mit Wein –, das Spiel selbst wurde nach Internetquellen vor rund 60 Jahren an einer privaten Hochschule in den USA entwickelt.

Um „verantwortungsvollen Umgang beim Genuss alkoholischer Getränke“ wurde in den Teilnahmebedingungen zwar gebeten. „Und wer nicht trinken will, braucht das auch nicht“, versuchte Maik Weimann, seit zwei Jahren ehrenamtlicher Barchef und Leiter des Turniers, den Alkoholkonsum zu entschärfen. Trotzdem leerten die Mitspieler wacker jeden Becher.

Seit zweieinhalb Jahren betreut Weimann das „Dante“ als abendliche Lounge-Bar, probiert Konzepte aus und bemüht sich um „Gastronomie für junge Leute, die sich bewegt“. Über einen Auszubildenden habe er „Beer Pong“ kennen gelernt: „Ich empfand es als gute Unterhaltung, der Kontakt läuft allein über Facebook.“ Teilnehmer meldeten sich aus Itzehoe, Wilster und dem weiteren Kreis Steinburg an. Gar aus Harburg kam Patrick Kloss mit seinem Freund Kevin Arndt aus Elmshorn. „Ich habe vor drei Jahren an Silvester angefangen, bei diesem Spiel mitzumachen, als das noch nicht so bekannt war“, erzählte er – „obwohl ich eigentlich gar nicht so gerne Bier trinke.“ Für das Turnier hatten sie sich eigens gelbe T-Shirts bedrucken lassen. Aufschrift: „Team Schnobi“, ihr „selbst erfundenes Wort für Süßigkeiten“. „Mir gefällt, dass keiner so gut ist, alles abzuräumen, aber auch keiner da ist, der gar nichts trifft“, sagte Patrick Kloss. „So ausgeglichen macht’s am meisten Spaß.“

So sahen es auch ihre Gegner Jörg und May-Britt Pittelkow, Gastwirte der Holsten-Stube, obwohl sie das Spiel gegen die Geübteren knapp verloren. „Es hat viel Spaß gemacht. Das wäre auch einmal eine Idee für unsere Gäste“, sagte May-Britt Pittelkow.

Gespielt wurde das Turnier wie eine Weltmeisterschaft mit acht Vierergruppen, Viertel- und Halbfinale sowie schließlich das Finale. Als Hauptgewinn standen zwei Preise zur Auswahl: ein Cabrio für drei Tage oder zwei Bundesliga-Freikarten für ein Spiel von Werder Bremen.

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