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Neujahrsempfang : Klönschnack über das Heimatdorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ortsgeschichtlicher Arbeitskreis Münsterdorf liefert beim Neujahrsempfang der Gemeinde mit seiner Ausstellung viel Gesprächsstoff über die Entwicklung des Ortes.

Alteingesessene Münsterdorfer ebenso wie Neubürger nutzten den Neujahrsempfang zum Austausch von Erinnerungen und gegenseitigen Kennenlernen. Die Gemeindevertretung hatte zum zwanglosen Treffen in die Pausenhalle der Grundschule eingeladen. Bürgermeister Jörg Unganz begrüßte die Bürger: „Ich freue mich auf Gespräche mit Ihnen.“ Er wies auf die Ausstellung hin, die der Ortsgeschichtliche Arbeitskreis Münsterdorf zum Thema „Spaziergang durch Münsterdorf“ aufgebaut hatte. Bald füllte sich die Pausenhalle mit Lachen und Gesprächen. Und mit herzlichem Applaus zu den plattdeutschen Vorträgen von Kathrin Wiesenberg von der Itzehoer Speeldeel.

Kathrin Wiesenberg (30), ihr Ehemann Marc (30) und Tochter Stina (2) repräsentierten die junge Münsterdorfer Generation. Vor vier Jahren hatten die Eheleute ein Haus in Itzehoes Umgebung gesucht und entschieden sich für Münsterdorf, weil hier in der Straße am Brunnen das Haus der ehemaligen Gemeindeschwester Hedwig Pfannschmidt zum Verkauf stand. Die Entscheidung haben sie nicht bereut. „Ich finde die Gemeinschaft hier toll. Das kannten wir schon von Winseldorf und dachten, das findest du kein zweites Mal. Wir sind hier überall herzlich aufgenommen worden“, sagt Kathrin Wiesenberg. Das erworbene Haus, Baujahr 1900, konnte sofort bezogen werden und wird nun Schritt für Schritt renoviert: Die alten Dielen wurden freigelegt, ein neues Bad eingebaut. Die junge Familie schätzt vieles an ihrer Wahlheimat: Die schöne Lage zwischen Stör und Wäldern, Marsch und Geest, die Nähe zu Itzehoe und den kurzen Weg nach Pinneberg, wo Marc Wiesenberg arbeitet. Die Kindertagesstätte mit Krippe, die Stina besucht, die Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten, Bankschalter, Kirche und Sozialwesen, das rege Vereinsleben mit Sportverein und Volkshochschule. In die Feuerwehr traten gleich beide Eheleute ein. „Und wir haben Glück mit unserer Nachbarschaft“, sagt Kathrin Wiesenberg. Mit ihren Nachbarn Renate Radden (72) und deren Mann Walter (73) verbindet sie auch die Liebe zur plattdeutschen Sprache. „Över de Hecke röver ward immer Platt snackt.“

Über die Nachfrage nach Baugrundstücken in Münsterdorf freut sich auch Bürgermeister Unganz: „In dem Neubaugebiet Lütt Moor ist von insgesamt 45 Grundstücken nur noch eines zu verkaufen“, sagt er. Wenn auch Bauplätze der Gemeinde langsam rar werden, gibt es aber doch hin und wieder die Chance, ein älteres Haus zu erwerben. Mit viel Glück eines der für den Ort typischen etwa hundertjährigen Backsteinhäuser mit Kapitänsgiebel, wie das des Bürgermeisters in der Kirchenstraße 28, gebaut im Jahr 1898, 1930 von den Großeltern erworben und nun modernisiert. So wie dieses Haus waren viele der alten Münsterdorfer Gebäude in der Fotoausstellung des Ortsgeschichtlichen Arbeitskreises zu sehen, die auf ein lebhaftes Interesse der Besucher stieß.


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erstellt am 27.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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