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Altes Rathaus : Klön-Tür historisch nachgearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderverein finanziert neuen Eingang für das Naturkundliche Museum im Speicher des Alten Rathauses.

Über das genaue Alter des Speichers am Alten Rathaus lässt sich nur spekulieren. Einst wurde das heute denkmalgeschützte Gebäude eben nur als eine Art Lagerhaus genutzt. Heute beherbergt der historische Speicher das Naturkundliche Heimatmuseum und ist als kleines Schmuckstück neben dem Alten Rathaus weitere Touristenattraktion. Aber auch an dem Speicher-Gebäude nagt der Zahn der Zeit. Besonders deutlich wurde das an der Klöntür – der Eingangstür zum von Naturschutzbund in Zusammenarbeit mit der Jägerschaft eingerichteten Museum. „Die Tür war auf“, sagt Nabu-Ortsvorsitzender Peter Kock, der schon vor zwei Jahren auf eine notwendige Erneuerung hingewiesen hat. Mit dem Förderverein Historische Rathäuser in Wilster haben die Naturschützer nun die notwendige finanzielle Unterstützung erhalten – und auch selber mit Hand angelegt.

Seit vergangenem Jahr hat sich der Vorstand des Fördervereins mit dem Projekt beschäftigt. Eins ist klar: „Der Speicher gehört zum Alten Rathaus, ist ein schönes historisches Gebäude“, so Vorsitzender Holger Stamm. Peter Kock nahm Kontakt zu den entsprechenden Handwerkern auf, legte die Kostenvoranschläge vor. Die gingen von zusammen etwa 2500 Euro aus, der Arbeitsaufwand machte es etwas teurer. Insgesamt trägt der Förderverein nun die Kosten von etwa 3000 Euro.

Eine Investition, die sich gelohnt hat: Jetzt ziert eine neue, historisch nachgearbeitete Klöntür den Eingangsbereich. Die Tür in dunklem Grün, ursprünglich passend zu den Rahmen der Fenster, besticht durch die restaurierten schmiedeeisernen Türbeschläge. „Die Hängen (Scharniere) und die schmiedeeisernen Köpfe der Schrauben haben wir selbst bearbeitet“, erzählt Peter Kock von den Arbeiten, die er gemeinsam mit Nabu-Mitglied Günter Schröder ausgeführt hat. Die Beschläge bedurften einer Spezialbehandlung. „Wir wollten sie nicht abstrahlen, das Material war zu dünn.“ Darum wurden die Türbeschläge von einer Hohenwestedter Fachfirma wieder instand gesetzt – und zum Vorschein kam, wie filigran jene Beschläge einst gearbeitet wurden. Aufgrund alter Farbe und Rost waren vorher nämlich die Rillen gar nicht mehr erkennbar gewesen. Mit der von Profis angefertigen und der entsprechenden Farbe innen und außen versehenen, zweigeteilten Tür ist ein perfektes Ensemble entstanden, sind sich Peter Kock und Holger Stamm einig.

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erstellt am 27.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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