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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 15:07 Uhr

UmBau : Klinikum investiert Millionen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Baugenehmigung übergeben: Das Ärzte- und Dienstleistungszentrum wird erweitert, das Perinatalzentrum wird umgebaut.

Nicht nur der Anlass war gewichtig: Mit der Sackkarre mussten Heyo Buurman, Leiter der städtischen Bauaufsicht, und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen gestern die dicken Aktenordner ins Klinikum Itzehoe bringen. Schwer wogen die Baugenehmigungen für die Erweiterung des Ärzte- und Dienstleistungszentrums sowie den Umbau des Perinatalzentrums. Sie wurden bereits sehnsüchtig erwartet, schon eine gute Stunde später wollte der Statiker die Unterlagen abholen. Denn „praktisch unmittelbar“ soll es mit dem Bau losgehen, sagte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. „Wir stehen Gewehr bei Fuß.“

Dass das Gebäude rechts vom Haupteingang des Klinikums noch wachsen soll, war schon klar, als es 2005 in Betrieb genommen wurde. „In der unteren Seite sind keine Fenster drin“, so Ziegler. „Wir haben schon damals überlegt, dass es Sinn macht, es zu vergrößern.“ Von allen Mietern sei das Signal gekommen, dass sie mehr Fläche bräuchten, auch externe Interessenten meldeten sich.

Doch zunächst war die alte Rettungswache im Weg. Als die neue gebaut war, konnte das alte Gebäude abgerissen werden. „Jetzt haben wir freies Baufeld“, freute sich gestern Werner Christiansen, Technischer Leiter des Klinikums. Es entstehen 4525 Quadratmeter Nettonutzfläche, von denen bis auf rund ein Fünftel schon alles belegt ist. Allein die reinen Baukosten betragen 11,5 Millionen Euro. Eine weitere siebenstellige Summe fließt in die Innenausstattung.

Der Zeitplan hängt auch vom Wetter ab, doch im zweiten Quartal 2016 soll der Bau fertig sein. Dann wird auch der Blutspendedienst dort einziehen. „Seit Ewigkeiten“ sei es der Wunsch gewesen, diesen an prominentere Stelle zu verlegen, sagte Ziegler. Derzeit ist er im zweiten Untergeschoss untergebracht – „ungünstig für eine Einrichtung, die Kunden gewinnen muss“. Dieser Umzug freut Bürgermeister Koeppen besonders. Es sei allgemein bekannt, dass Blutkonserven immer knapp seien.

Auch werden unter anderem einige Praxen aus dem Medizinischen Versorgungszentrum in der Viktoriastraße in den Neubau verlegt und dort vergrößert. Im Obergeschoss entstehen zudem drei hochmoderne Operationssäle: zwei für ambulante Operationen sowie ein Hybrid-OP. Es sei „Krankenhausbau auf höchsten Niveau“, sagt Werner Christiansen. So erfülle der OP-Saal die höchste Stufe der Infektionssicherheit.

Während dieses Bauvorhaben vom Klinikum aus eigener Kraft finanziert werden muss, stecken im Umbau des Perinatalzentrums, in den 1,8 Millionen Euro investiert werden, auch Fördermittel des Landes. Als vom Sozialministerium ausgewiesenes Perinatalzentrum Level 1 bietet das Klinikum Itzehoe die höchste Versorgungsstufe für Neu- und Frühgeborene. Nachdem im ersten Bauabschnitt unter anderem bereits Patientenzimmer saniert, ein Aufenthaltsraum für Patienten geschaffen und ein zentraler Stützpunkt am Stationszugang eingerichtet wurden, werden nun die Neugeborenen-Intensivstation optimiert und der Operationssaal für Kaiserschnitte saniert. Die Kinderklinik und die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden noch dichter zusammenrücken, damit beispielsweise bei Komplikationen während der Geburt die Neugeborenen-Intensivstation auf allerkürzestem Weg erreicht werden kann. Auch wird dann „Rooming In“, bei dem Eltern und Kind gemeinsam im Zimmer wohnen, auch für Frühgeborene möglich sein.

Baustart im Perinatalzentrum soll im Februar oder März sein.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 11:45 Uhr

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