zur Navigation springen

Entlastung : Klinikum: Heilmittel für Park-Problem

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neues Parkdeck am Itzehoer Maria-Bornheim-Weg bietet deutlich mehr Stellflächen für Krankenhaus-Mitarbeiter.

von
erstellt am 25.Feb.2014 | 05:00 Uhr

Es ist kein spektakulärer Bau. Und schon gar kein medizinischer. Dennoch soll das neueste Gebäude das Klinikum Itzehoe einen großen Schritt voranbringen: Das Parkdeck am Maria-Bornheim-Weg ist in Betrieb.

Dr. Reinhold Wenzlaff als Vorsteher des Klinik-Zweckverbands kennt das Stellplatz-Problem zur Genüge. Doch es hat für ihn auch einen positiven Aspekt: „Es zeigt, dass unser Haus hoch frequentiert ist und sich als größter Arbeitgeber großer Beliebtheit in der Region erfreut.“ Bei immer mehr ambulanten Behandlungen steige auch der Bedarf an Parkraum.

Um ihn zu befriedigen, wurden seit Mitte November rund 79 Tonnen Stahl montiert. Knapp 1,2 Millionen Euro hat das Klinikum investiert, um auf dem bisherigen Parkplatz eine weitere Ebene zu errichten. „Das sind eigene neue Schulden“, betont Wenzlaff, denn Fördermittel gab es nicht. Bisher sei noch nie für Stellplätze in die Höhe gebaut worden in der Annahme, dass die Stellplätze reichen würden. „Weit gefehlt – wir kommen nicht umhin.“ 158 Plätze gab es vorher auf dem Areal, einige mussten für den Bau entfallen, netto sind 84 weitere Stellflächen entstanden.

Während der Arbeiten hätten diese Parkplätze gefehlt, dadurch sei der Druck in der Nachbarschaft noch größer geworden, sagt Wenzlaff. Vor allem über parkende Klinik-Mitarbeiter hatten sich Anwohner der Rudolf-Virchow-Straße beklagt (wir berichteten). Das bedauere das Klinikum, jetzt werde das neue Parkdeck hoffentlich das Problem der Überbuchung bei den Parkkarten für die Angestellten lösen: Diese bekommen sie für 10 Euro im Monat, aber es sind rund 650 im Umlauf mit der Folge, dass auf den eigentlich vorgesehenen Flächen oft keine Stellplätze mehr verfügbar waren. Nun, so Wenzlaff, würden Klinikum und Mitarbeiter alles dafür tun, den Ärger in der Nachbarschaft zu minimieren.

Kleine Restarbeiten am Parkdeck sind noch zu erledigen, aber „wir wollen die Situation erst einmal entlasten“, sagt Werner Christiansen, Technischer Leiter des Klinikums. Nicht nur Mitarbeiter können dort parken, sondern auch Mieter des Klinik-Wohnheims und Angestellte des Montessori-Kinderhauses. Eltern von Kindergarten-Kindern erhielten eigene Parkkarten für Kurzzeit-Plätze. Zudem nahm das Klinikum in der Planung Sorgen der Eltern auf, dass ein Fahrzeug die Begrenzung des Parkdecks durchbrechen und auf das Kita-Gelände stürzen könnte: Die zugelassenen Systeme seien noch einmal mit Stahlträgern verstärkt worden, sagt Christiansen.

Der öffentliche Nahverkehr kann nur begrenzt eine Antwort liefern auf die Stellplatz-Frage, wie Wenzlaff erläutert: „Die Transporte zu bündeln, um sie einigermaßen wirtschaftlich rechnen zu können, ist im Moment die Schwierigkeit.“ Also braucht es Parkplätze – und davon habe das Klinikum mittlerweile rund 800. „Das sind 25 Prozent mehr, als wir vor zwei Jahren hatten“, betont der Verbandsvorsteher. Diese Zahlen belegten, dass etwas getan werde, „nun denken wir, dass wir erst einmal genug haben“. Allerdings werde das Krankenhaus weiter wachsen, nicht zuletzt – auch wenn der Zeitpunkt noch unklar sei – in den Hackstruck. Deshalb weiß Wenzlaff: „Irgendwann wird sicher wieder die Frage kommen: Wann baut das Klinikum endlich Parkplätze?“

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen